Jung und ausgegrenzt? Teilhabe und Ausbildung müssen jetzt gelingen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Share on pocket
Share on telegram

Armut bedeutet für Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland das größte Risiko ausgeschlossen zu werden. Das belegt die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. erneut mit ihrem neuen Politikbrief Jugendarmut.

Teilhaben heißt mittendrin zu sein, mitmachen, mitdenken, mitreden und damit das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Doch genau das bleibt einem Viertel der 18- bis 27-Jährigen in Deutschland verwehrt. Die Corona-Krise hat die Situation verschärft. Vor allem junge Menschen sind durch sie von Exklusion bedroht.

Junge Menschen wollen keine verlorene Generation sein!

Der Weg in das Erwachsenenleben ist für Jugendliche, gerade wenn sie nicht auf eine entsprechende Unterstützung ihrer Familie zurückgreifen können, ohnehin riskant: so sind 56 % aller alleinstehenden jungen Erwachsenen von Armut betroffen. 14 % eines Jahrgangs bleiben auf Dauer ohne Berufsabschluss.

Sie verlieren zuerst ihren Job. Im November 2020 waren mehr als 241.000 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos. Das sind mit 51.000 dramatisch mehr als im Vorjahresmonat.

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit offenbaren, dass die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen von Mai 2019 bis Mai 2021 um 61.000 auf 447.900 gesunken ist. Die prekäre Lage für junge Menschen ohne Abschluss spitzt sich deutlich zu.

Dabei wollen junge Menschen keine verlorene Generation sein. Sie wollen teilhaben, ihre Potentiale entfalten und ihre Talente einsetzen.

Eine Ausbildungsgarantie ist daher jetzt zwingend erforderlich. So können allen jungen Menschen Zukunftsperspektiven eröffnet werden.

Das Virus schadet auch mittelbar

Die Auflagen der Corona-Pandemie haben zu Einbrüchen in der persönlichen Beziehung zu den jungen Menschen geführt, die nur teilweise durch Online-Angebote oder telefonischen Kontakt kompensiert werden konnten. Für Jugendliche, die beim Übergang Schule, Beruf, Beratung und Begleitung benötigen, haben ausreichende Unterstützungsangebote gefehlt. Junge Menschen haben sich zurückgezogen. Sie könnten mit aufsuchenden und niedrigschwelligen Angeboten erreicht und in eine schulische, ausbildungsbezogene oder berufliche Qualifikation geführt werden. Doch dafür sieht das Corona-Aufholprogramm keine Mittel vor.

Die BAG JKS fordert die Rechte junger Menschen zu stärken und Inklusion umzusetzen.

Quelle: BAG KJS
Bild: pexels-lamar-belina

Ähnliche Artikel

Skip to content