In Ministerien kein Platz für Langzeitarbeitslose

Laut einem Bericht des „Tagesspiegel“ (Montag, 20.5.19) hat bisher kein Bundesministerium Stellen für Langzeitarbeitslose geschaffen. Seit Jahresbeginn gibt es ein neues Förderprogramm. Langzeitarbeitslose Menschen sollen durch (hohe) Lohnsubventionen wieder in Jobs kommen. Der Staat zahlt Zuschüsse wenn Arbeitgeber jemanden einstellen, der als kaum noch vermittelbar gilt. Von der Wirtschaft fordert die Regierung vollen Einsatz, langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance zu geben. Die Arbeitsmarktexpertin der Grünen, Beate Müller-Gemmeke, wollte nun von der Bundesregierung wissen, wie viele Arbeitsplätze in den Ministerien nach dem neuen Förderprogramm mit Langzeitarbeitslosen besetzt wurden. Das zuständige Bundesinnenministerium offenbarte: Von den Bundesministerien inklusive ihrer untergeordneten Bundesbehörden würden derzeit keine Arbeitsplätze im Rahmen des sozialen Arbeitsmarkts zur Verfügung gestellt oder seien in nächster Zukunft geplant. Wer an Arbeitgeber appelliert, müsste selbst auch liefern, meint Müller-Gemmeke. Voraussetzung für die Teilhabe am Förderprogramm ist, dass die Betroffenen in den letzten Jahren dauerarbeitslos waren, mindestens sechs von sieben Jahren müssen sie Hartz IV bezogen haben.

Quelle: Tagesspiegel; KNA

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