Helfertätigkeiten: Bedeutung regional sehr unterschiedlich

Auch wenn der Eindruck angesicht der fortschreitenden Digitalisierung trügen mag: Einfache Tätigkeiten – Tätigkeiten also, für die keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich ist –, sind und bleiben für die deutsche Wirtschaft unentbehrlich. Das macht ein Beitrag im Onlinemagazin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung unmissverständlich deutlich (IAB Forum).

Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit übten im Juni 2018 immerhin rund 5,1 Millionen der bundesweit 32,9 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten eine Helfertätigkeit aus, das sind 15,7 Prozent. In Westdeutschland lag diese Quote bei 16,0 Prozent, in Ostdeutschland bei 14,5 Prozent. Die Beschäftigungsmöglichkeiten auf Helferebene sind vor allem in einigen industriell geprägten Regionen Bayerns, Baden-Württembergs und Nordrhein-Westfalens sowie in einigen ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz und Niedersachsen vergleichsweise günstig, wie Klara Kaufmann, Barbara Schwengler und Doris Wiethölter in ihrem Beitrag herausstellen. Die Arbeitsmarktforscherinnen betrachten auch die Branchen genauer. Generell würden Helfer, wenn auch in unterschiedlicher Intensität, in fast allen Branchen eingesetzt. Stark verbreitet seien Helfertätigkeiten vor allem in der Landwirtschaft, Logistik, Hotel- und Gastronomie, Entsorgung, Nahrungsmittelindustrie und im Sozialwesen, in Heimen sowie in der Arbeitnehmerüberlassung.

Quelle: IAB Forum

Ähnliche Artikel

Das Bild zeigt einen dunkelbraunen Richterhammer, der vor einem geöffneten Buch zu sehen ist. Das Buch ist in seinem Querschnitt abgebildet. Der Hintergrund ist dunkelblau.

Kritik an geplanter Reform des SGB II

Der Bundestag berät in den ersten Wochen des Jahres 2026 den Umbau des Bürgergeldes in eine Grundsicherung. Die Bedingungen für Beziehende staatlicher Leistungen sollen verschärft

Zum Inhalt springen