Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA)Ende 2018 erstmals die BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie durchgeführt. Bei der Studie handelt es sich um eine repräsentative, schriftlich-postalische Befragung von jungen Geflüchteten, die im Vermittlungsjahr 2017/2018 bei der BA als ausbildungsstellensuchend bzw. als Bewerber/-innen gemeldet waren. Forscher/-innen des BIBB kommen zu dem Ergebnis, dass die duale Berufsausbildung einen hohen Beitrag zur Integration Geflüchteter leistet. Mehr als einem Drittel (37 %) der bei der BA gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber und -bewerberinnen mit Fluchthintergrund ist es im Vermittlungsjahr 2017/2018 gelungen, in eine betriebliche Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz beziehungsweise Handwerksordnung einzumünden. Weitere 29 % befanden sich in Integrationskursen oder teilqualifizierenden Bildungsgängen, wie zum Beispiel Einstiegsqualifizierungen oder Praktika. Die meisten befinden sich seit drei Jahren in Deutschland und kommen aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländer. 86 % von ihnen sind männlich. Im Durchschnitt sind die Befragten 24 Jahre alt. Die Befragten schätzen ihre Sprachkenntnisse in Deutsch als gut bis sehr gut ein. Personen, die mit ihren Familien oder Partnern bzw. Partnerinnen oder aber alleine in einem Haus oder einer Wohnung leben, münden nahezu genauso häufig in eine betriebliche Ausbildung nach BBiG/HwO ein, wie Personen, die anders wohnen. An der Befragung nahmen rund 5.300 Personen teil. Nach eigener Einschätzung ist es den meisten von ihnen gelungen, ihre persönliche Situation zu verbessern.

Quelle: BIBB