Bildungskampagne für Leiharbeiter mit Leseschwäche

In Deutschland haben rund 6,2 Millionen Erwachsene Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Das belegt eine neue Studie im Auftrag des Bundesbildungsministeriums. Vor allem Hilfskräften in der Zeitarbeitsbranche mangelt es häufig an schulischen oder sonstigen Ausbildungsabschlüssen und damit an Kenntnissen in Rechtschreibung und Lesen. Das will der Bundesverband Alphabetisierung mit einer neuen Bildungskampagne ändern. Eine entsprechende Kooperation wurde mit dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und dem „Spaß am Lesen Verlag“ gestartet. Mit dem Förderprojekt „Lesen lernen mit Zeitarbeit“ sollen in den iGZ-Mitgliedsunternehmen niedrigschwellige Hilfen zur Selbsthilfe aufgebaut werden. Geplant sind demnach Vorträge und spezielle Seminare für Führungskräfte und Personaldisponenten des iGZ, um sie für das Thema zu sensibilisieren und als Multiplikatoren zu schulen. Der „Spaß am Lesen Verlag“ entwickelt Broschüren in einfacher Sprache für Beschäftigte, die sich ums Thema Arbeit und Zeitarbeit drehen. Die Informationsblätter enthalten unter anderem Tipps für Behördengänge. Die neue Internetseite „lesenlernen-az.de“ gibt Auskunft rund ums Thema Lesen lernen. Außerdem können sich Betroffene unter www.alfa-telefon.de über Lese- und Schreibkurse in ganz Deutschland informieren.

Quelle: epd

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