Die Bahnhofsmissionen in Deutschland fordern in der Corona-Krise mehr Hilfsangebote und Unterstützung für Wohnungslose und Arme. „Viele Hilfsangebote fallen weg, darunter auch Lebensmittelausgaben. Die Situation obdachloser und bedürftiger Menschen verschlechtert sich dramatisch“, erklärte Bahnhofsmission-Sprecher Bruno Nikles.

Unter Wahrung von Hygiene- und Abstandsregeln könnten die Bahnhofsmissionen inzwischen zwar an fast allen Standorten wieder arbeiten. Problematisch sei aber die Hygienesituation für Menschen auf der Straße. Schon das schlichte Händewaschen würde für sie zum Problem. Waren Waschgelegenheiten schon vor Corona in den meisten Städten knapp, so stünden durch die Einschränkungen noch weniger zur Verfügung, mahnten die Bahnhofsmissionen. Sorge bereitet ihnen die jetzt anlaufenden Planungen für Herbst und Winter. Viele Räume seien so eng, dass Corona-Abstandsregeln nicht einzuhalten seien. Daher brauche es neue Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Duschgelegenheiten und Notschlafstätten.

Quelle: KNA; IN VIA Deutschland