Autor: Silke Starke-Uekermann

Eine Geschlechterbezogener Blick auf die Situation von Jungen im Übergang Schule – Beruf

Jungen im Übergang Schule – Beruf: ‚Schule: Der Bildungsverlauf von Kindern und Jugendlichen ist seit längerer Zeit dadurch gekennzeichnet, dass Jungen im Durchschnitt deutlich größere Schwierigkeiten in der Schule haben als Mädchen. Dies betrifft sowohl die Schulleistungen und Abschlüsse als auch die Konsequenzen für Disziplinlosigkeit und Unterrichtsstörungen . Die Qualifikationspotenziale von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit werden am wenigsten angemessen entwickelt. Jungen stehen in vielen Situationen unter dem Druck, ihre Männlichkeit zu beweisen. Von ihnen wird erwartet, „cool“, „witzig“ und „faul“ zu sein, weshalb sie häufig dem widerständigen und sozial auffallenden Schülertypus entsprechen. Der „Männlichkeitsdruck“ scheint in der Schule besonders hoch zu sein.

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Projekt „Inklusionsstrategien für junge Aussiedler im Übergang Schule – Beruf“

Ein Teil der Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien ist im Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit in besonderem Maße von einer dauerhaften Ausgrenzung von Erwerbsarbeit und gesellschaftlicher Teilhabe bedroht. So verlassen diese Jugendlichen die Schule wesentlich häufiger ohne einen Schulabschluss als ihre deutschen Mitschüler und tragen ein erhöhtes Risiko, bei ihrer beruflichen und sozialen Integration zu scheitern. Dem steht gegenüber, wie Untersuchungen belegen, dass Aussiedlerjugendliche eine starke Orientierung an einer „normalen Ausbildung“, eine überdurchschnittlich hohe Wertschätzung für Berufsausbildung und Erwerbsarbeit haben. Gleichzeitig ist für sie jedoch das Risiko besonders hoch, dass ihnen der Einstieg in die Berufsausbildung als Voraussetzung für die Erwerbsarbeit misslingt und sie davon ausgeschlossen werden bzw. über Umwege und Warteschleifen geleitet werden. In Konsequenz dieses Auseinanderklaffens von Norm und Normalität riskieren diese Jugendlichen, in Prozesse der Ausgrenzung und Selbstausgrenzung einzutreten. Durch ihre starke Orientierung an „Normalität“ haben sie nur begrenzte Möglichkeiten, alternative Wege zu nutzen. So geraten sie in Entscheidungssituationen, in denen (vermeintlich oder tatsächlich) nur der Rückzug in die Familie oder der Ausstieg aus der ohnehin nicht erreichbaren Normalität als Ausweg erscheint.

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„Qualitätsstandards für Verfahren zur Kompetenzfeststellung im Übergang Schule – Beruf“ – Veröffentlichung liegt vor

Als eine Leitlinie der beruflichen Benachteiligtenförderung wurde stets hervorgehoben: jede Förderung setzt an den vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen der/des einzelnen Jugendlichen an, sie zu stärken und zu fördern soll im Zentrum aller (Förder-)Angebote stehen. Dabei stellt die Basis einer solchen individuellen Förderung, der Erstellung einer zielgerichteten Förderplanung dar, die von einer „Bestandsaufnahme“ der Kompetenzen und von einem individuellen „Kompetenzprofil“ der/des Jugendlichen ausgeht. In der Praxis der beruflichen Integrationsförderung ist Kompetenzfeststellung mittlerweile zu einem grundlegenden und festen Bestandteil von initiierten Lernprozessen geworden – vor allem dann, wenn das Individuum im Zentrum des pädagogischen Handelns steht und „Subjektorietierung“ zu Prinzip geworden ist. Verfahren zur Kompetenzfeststellung im Übergang Schule – Beruf sind ein Element im Gesamtsystem des örtlichen – bzw. regionalen Übergangsmanagement. Eine Kompetenzfeststellung, die Grundlage für eine „individuelle Förderung“ darstellt, muss mit Qualitätsanforderungen verknüpft werden Qualitätsstandards sind erforderlich, um eine entsprechende Umsetzung zu gewährleisten. Das Transferprojekt „Kompetenzfeststellung vor dem Übergang Schule – Berufsfindung“ des Instituts für Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Eingliederung e.V. (IMBSE) hat in der einjährigen Transferphase des BQF-Programms Qualitätsstandards für Verfahren zur Kompetenzfeststellung im Übergang Schule – Beruf entwickelt.

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