Autor: Silke Starke-Uekermann

Folgen der Hartz-Reformen für die Förderung der Erwerbsintegration von Frauen und Müttern

Frauen und Mütter werden bei der Förderung der Erwerbsintegration durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) nicht benachteiligt. Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (16/6523) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/6298). Die BA komme ihrem gesetzlichen Auftrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern und zur besonderen Förderung von Frauen, um bestehende Nachteile zu beseitigen, nach. Darauf wirke die Bundesregierung im Rahmen ihrer Rechtsaufsicht hin. Der Anteil von Frauen unter den Betreuungskunden der BA lag im August dieses Jahres bei 66,7 Prozent, schreibt die Regierung weiter. Als Betreuungskunden schätzt die BA Menschen mit schwer wiegenden Vermittlungshemmnissen, die einer unmittelbaren Integration in den Arbeitsmarkt entgegen stehen und bei denen zunächst an einer Beseitigung dieser Hemmnisse gearbeitet werden muss, ein. Es sei nicht zutreffend, so heißt es weiter, dass junge Mütter nur auf Grund ihrer spezifischen sozialen Situation und Verantwortung für ihre Kinder als Betreuungskunden eingestuft werden. Ebenfalls unzutreffend sei es, davon auszugehen, dass Betreuungskunden weniger arbeitsmarktpolitische Leistungen, insbesondere weniger berufliche Bildungsmaßnahmen angeboten werden. Die Bundesregierung teile jedoch die Auffassung, dass ein wesentlicher Schlüssel, um die Erwerbstätigkeit von Frauen mit Kindern zu erhöhen, in der Verfügbarkeit ausreichender Kinderbetreuungsmöglichkeiten liege. Bis 2013 sollen daher bundesweit für rund ein Drittel der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze entstehen, davon 30 Prozent in der Tagespflege.

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Produktionsorientiertes Lernen für benachteiligte Jugendliche

Produktionsorientiertes Lernen für benachteiligte Jugendliche: Produktionsorientiertes Lernen will die Praxis- und Arbeitsmarktferne von Förderstratgien überwinden, indem die Jugendlichen unter betriebsförmigen oder -ähnlichen Bedingungen Produkte und Dienstleistungen erarbeiten, die auf dem Markt ihre Abnehmer finden müssen. Durch ihren hohen Ernstcharakter erhalten produktionsorientierte Lernstrategien ein großes Förderpotenzial für Jugendliche auf ihrem Weg von der Schule in Ausbildung und Erwerbsarbeit. Kennzeichnend für das produktionsorientierte Lernen ist, dass die Teilnehmer/innen einen doppelten Status haben: Zum einen sind sie Adressaten von pädagogischen Leistungen, also Personen, deren Kompetenzen entwickelt und gefördert werden sollen, zum anderen sind sie aber auch Arbeitskräfte, die durch ihre Arbeitsleistungen zum wirtschaftlichen Erfolg der Schülerfirma, der Produktionsschule, der Juniorfirma oder des Jugendhilfebetriebs beitragen müssen. Das Prinzip des produktionsorientierten Lernens wird derzeit in Deutschland für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf im Rahmen von Projekten für unterschiedliche Zielgruppen realisiert.

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Bedürftige Azubis gehen leer aus

SOZIALGESETZE HINDERN FLÜCHTLINGSKINDER AN EINER QUALIFIZIERTEN AUSBILDUNG „Deutschland steht in der Kritik von UN- und EU- Vertretern, weil hierzulande Flüchtlingskinder geringere Chancen auf einen Zugang

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Arbeitshilfe Arbeitsgelegenheiten der BA

BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT GIBT MIT DRITTER ÄNDERUNGSVERSION VERBINDLICHE HANDLUNGSANWEISUNGEN HERAUS Die vielfach diskutierte Arbeitshilfe zu Arbeitsgelegenheiten ist diesen Sommer in der 3. Änderungsversion erschienen. Sie

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Auf dem Weg zu einem abgestimmten Übergangssystem – ein Praxisbeispiel

BerufsWegeBegleitung – eine Handreichung zur Praxis des Projekts: Über die Erläuterung des Projektkonzepts hinaus enthält die Handreichung konkrete Aussagen über die durchgeführte Arbeit, die zu Grunde liegenden Beratungskonzepte sowie Beschreibungen zur methodisch-didaktischen Umsetzung. Anforderungen an die Arbeit mit spezifischen Zielgruppen werden nachvollziehbar dargelegt, ebenso wie die Möglichkeiten einer adäquaten, geschlechtergerechten Unterstützung für Benachteiligte. Instrumnte der Beratungsarbeit werden vorgelstellt. Mittels eines ehrenamtlichen Begleitkonzeptes wurden ältere Menschen in das Projekt eingebunden. Die Handreichung hält auch zur Arbeit der ehrenamtlichen Paten und Patinnen Material bereit. Das abschließende Kapitel trifft Aussagen zur Rolle der Schule und der Elternarbeit.

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