Dissertation zur Konzeption und Wirksamkeit von Maßnahmen zur Verbesserung des Übergangs von benachteiligten Jugendlichen von der Schule in den Beruf in Niedersachsen: Investitionen in Milliardenhöhe und ales umsonst – das ist ökonomisch ausgedrückt, das Fazit dieser Disseration. ‚Die Berufsbildenden Schulen sind mit dem Auftrag, die Defizite aus der familiären und schulischen Sozialisation dieser Jugendlichen zu kompensieren, überfordert, so der Autor Wilhelm Leeker. Seit der Einführung der Fördermaßnahmen haben sich die Rahmenbedingungen für die jugendlichen Risikogruppen vor allem durch die höheren Anforderungen in den Ausbildungen sowie durch gesellschaftliche Veränderungen rapide verschlechtert. Zu den Betroffenen gehören neben Deutschen vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund, besonders aus der Türkei und Russsland. Die ursprüngliche Zielsetzungen bezogen sich auf eine eher günstige gesellschaftliche und wirtschaftliche lage. Heute gehören die betroffenen Jugendlichen zu den sogenanneten ‚Moderniesierungsverliereren‘. Um ihnen wirklich zu helfen, müsse die bisherige Konzeption der Benachteiligtenförderung radikal überdacht werden, fordert der Autor. Leeker schlägt ein Präventionskonzept vor, das auf einem frühzeitigen Beginn des Lernens schon im Kindergarten aufbaut.