Autor: Silke Starke-Uekermann

Ausbildungsgarantie: ohne Zeitverlust eine Berufsausbildung aufnehmen

Bertelsmann Stiftung legt Reformkonzept für den Übergang Schule-Beruf vor: Gemeinsam mit neun Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit hat die Bertelsmann Stiftung erarbeitet, wie der Übergangsbereich zwischen Schule und Beruf grundlegend neu geregelt werden kann. Kern der Vorschläge ist eine Ausbildungsgarantie. Wer keine Lehrstelle im dualen System findet, soll trotzdem einen qualifizierten Berufsabschluss erwerben können. Den Staat würde eine solche Ausbildungsgarantie jährlich 1,5 Milliarden Euro kosten. Viel Geld. Aus Sicht von Klaus Klemme – Bildungsforscher und Autor der Studie der Bertelsmann Stiftung – eine gute Investition. Durch diese Ausgaben würde der Staat an anderer Stelle Geld einsparen. Außerdem würden so der Wirtschaft ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen – jährlich bis zu 150.000 zusätzliche Fachkräfte. Inwieweit die Vorschläge der Bertelsmann Stiftung tatsächlich sozial benachteiligten oder individuell beeinträchtigten jungen Menschen helfen, erfolgreich einen Berufsabschluss zu erlangen, muss kritisch hinterfragt werden.

Weiterlesen >>

Jugendarmut kein eigenständiges Thema im neuen Armuts- und Reichtumsbericht

Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung bereits jetzt in der Diskussion: Seit dem Erscheinen des Entwurfs des Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung gibt es unterschiedlichste Reaktionen der Fachöffentlichkeit. Klar ist, an der dünnen Datenlage beim Thema Jugendarmut hat sich auch mit dem neuen Bericht nicht viel verändert. Zwar wird dem Übergang von Schule-Beruf besondere Bedeutung zugemessen, wie auch frühkindlicher Förderung und Bildung im Allgemeinen, es mangelt jedoch erneut an empirischen Daten zur Jugendarmut. Die BAG KJS machte bereits 2010 und erneut im Juni 2012 mit der Veröffentlichung ihres Monitors „Jugendarmut in Deutschland“ auf die dünne Datenlage aufmerksam. Dies wurde auch in einer kleine Anfrage der Fraktion „Die Linke“ an die Bundesregierung im April 2012 wieder deutlich. Über 20 Prozent der 18 und 24 Jährigen sind in Deutschland arm, sie stellen damit die am stärksten betroffene Altersgruppe in der Bundesrepublik.

Weiterlesen >>

Ausschreibung für soziokulturelle Projekte

Förderung von Projektideen „In unseren digitalen Zeiten voller gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen dürfen Kulturangebote kein Luxus sein. Kulturelle Zugangsbarrieren müssen abgebaut werden. Gerade Menschen, die

Weiterlesen >>

Wie ausbildungsreif sind Betriebe und Unternehmen?

DGB-Bundesvorstand legt Report zur Qualität der Berufsausbildung vor: Nicht einmal jedes vierte Unternehmen bildet aus. Vielen Betrieben mangelt es an der nötigen Ausbildungsreife, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein: Und auch die Qualität der Berufsschule kann noch erheblich verbessert werden. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes. In dem nun siebten Ausbildungsreport wird die Qualität der Ausbildung anhand verschiedener Kriterien untersucht, wie zum Beispiel den Arbeitszeiten, der Vergütung oder der fachlichen Anleitung. Das Sonderthema der diesjährigen Befragung von Auszubildenden war die Qualität der Berufsschule. Zwar bewertete eine knappe Mehrheit der befragten Auszubildenden (56,3 Prozent) die fachliche Qualität der Berufsschulen als „gut“ oder „sehr gut“. Gegegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der positiven Bewertungen allerdings um mehr als fünf Prozentpunkte zurückgegangen. Für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten fodet der DGB eine längeren Ausbildungszeit und hält Modularisierungen für diese Zielgruppe für ungeeignet.

Weiterlesen >>

Wie kommen die Pläne für das neue BvB-Fachkonzept in der Fachszene an?

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Bayern (LAG JSA Bayern) nimmt Stellung zum Entwurf des neuen Fachkonzepts „BvB-Pro“. Der Fachkonzeptentwurf wird in der Stellungnahme vor allem kritisiert: Die Zielgruppenbeschreibung sei unscharf. Als Instrument der Ausbildungsförderung sozial benachteiligter oder individuell beeinträchtigter junger Menschen sei „BvB-Pro“ ungeeignet. Angaben zum Perosnalschlüssel werden unterlassen und die Finanzierungsbedingungen blieben unklar.

Weiterlesen >>
Zum Inhalt springen