Autor: Silke Starke-Uekermann

Veränderung regionaler Ausbildungsmärkte

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legt neue Typisierung regionaler Ausbildungsmärkte vor: um möglichst viele Bewerber/-innen mit den passenden Ausbildungsplätzen zusammenzubringen, entwickelte das IAB 2010 eine Typisierung von Ausbildungsmärkten. Diese wurde jetzt neu aufgelegt, um den veränderten Strukturbedingungen vor Ort gerecht zu werden. Das IAB hat die 156 Arbeitsagenturen in elf neue Ausbildungsmarkttypen eingeteilt, die sich zu vier Gruppen zusammenfassen lassen. Alle Arbeitsagenturen in Ostdeutschland finden sich in einer Gruppe wieder. Im Westen lassen sich drei Gruppen unterscheiden: dynamische Großstädte und angrenzende Regionen, eher städtische Regionen mit großen Ausbildungsbetrieben in der Umgebung und eher ländliche Regionen mit wenigen großen Ausbildungsbetrieben in der Umgebung und geringer Arbeitslosigkeit.

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Bildung gemeinsam verantworten

Der Deutsche Städtetag verabschiedet die Münchener Erklärung „Bildung gemeinsam verantworten“: Die Städte begreifen Bildung als Zukunftsstrategie und wollen ihre Ressourcen für Bildung weiter bündeln und vernetzen. Die Kommunen appellieren an Bund und Länder, die gemeinsame Verantwortung für die Bildung ernst zu nehmen und kommunale Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Ein zukunftsfähiges Bildungssystem kann nur von Bund, Ländern und den Kommunen gemeinsam gestaltet werden. Ebenso müssen Eltern, Familien und die Zivilgesellschaft einbezogen werden. Bildung gelingt am besten vor Ort, deshalb brauchen die Städte praxistaugliche Kompetenzen und Gestaltungsmöglichkeiten, um ein leistungsfähiges Bildungsangebot vor Ort und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen sicherzustellen. Die Münchener Erklärung wurde als Abschluss eines Kongresses verabschiedet, bei dem über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das erweiterte kommunale Engagement in verschiedenen Bildungsbereichen diskutierten. Dazu zählten frühkindliche Bildung, Bildungsmonitoring und -management, Inklusion im Schulbereich, Übergang Schule und Beruf sowie Weiterbildung und lebenslanges Lernen.

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Welche Rolle spielt Ungelerntentätigkeit für eine späte Berufsqualifizierung?

Deutsches Jugendinstitut (DJI) veröffentlicht eine wissenschaftliche Erhebung zu Wegen aus der Ungelerntentätigkeit in Ausbildung: Ergebnisse des DJI-Übergangspanels zeigen auf, dass ein Teil der Jugendlichen ihre Ausbildung erst in einem Alter beginnt, in dem die berufliche Qualifikation normalerweise abgeschlossen und der Übergang in die Erwerbsarbeit bereits bewältigt ist. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieser Studie aufzuklären, unter welchen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen jungen Menschen, die das Bildungs- und Ausbildungssystem schon verlassen haben, der Einstieg in Ausbildung doch noch gelingt. Die Ungelerntentätigkeit wirkt sich auf die späte Aufnahme einer beruflichen Ausbildung negativ aus. Besonders Jugendliche mit niedrigen Bildungsabschlüssen sind eine schwierige Zielgruppe für Angebote der Nachqualifizierung. Zum Gelingen einer beruflichen Integration müssen junge Menschen zunehmend Risiken eingehen, Unsicherheiten ertragen und Lernen diese produktiv zu handhaben.

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