Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit legt Expertise zu Vergabemodalitäten im Übergang Schule-Beruf im europäischen Vergleich vor: Der Kooperationsverbund steht der derzeit in Deutschland praktizierten Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen kritisch gegenüber. Die Praxis der zentralen Vergabe ist mit den Anforderungen an eine übergreifende kohärente Förderung nicht vereinbar. Ausgehend von der Argumentation, die Vorgaben des EU-Rechts ließen keine andere Möglichkeit zu, ließ der Verbund die Förderpraxis in Dänemark, Österreich und England untersuchen. Als zentrales Ergebnis ist festzustellen, dass von europäischer Seite aktuell kaum Vorschriften zur Auftragsvergabe und Finanzierung von aktiven Arbeitsförderungsdienstleistungen gemacht werden. Dies fallen nicht in den Bereich der prioritären Dienstleistungen. Die Erhebung zeigt, dass sich Übergangsangebote an der ersten Schwelle auch an staatlich anerkannten, per Regelfinanzierung abgesicherten Bildungsinstitutionen umsetzen lassen und nicht zwingend notwendig Teil der Arbeitsförderung und deren Finanzierungs- und Vergabesystems sein müssen.