Protest gegen Abschiebegesetz

Die Kritik an Seehofers sogenanntem Abschiebegesetz reißt nicht ab: Als unverhältnismäßig und uferlos bezeichnen 22 Organisationen das geplante Gesetz in einem offenen Brief. Am 3. Juni findet dazu im entsprechenden Bundestagsausschuss eine Anhörung statt. Der offene Brief wurde von Pro Asyl, dem Paritätischen Gesamtverband und Save the Children Deutschland initiiert, unterschrieben haben ihn sehr unterschiedliche Organisationen. Mittels des Briefs werden die Abgeordneten des Bundestags aufgefordert, das „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ nicht zu verabschieden. Das Gesetz würde viele Geflüchtete „dauerhaft von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgrenzen, sie unverhältnismäßigen Sanktionen und einer uferlosen Ausweitung der Haftgründe aussetzen“, heißt es in dem offenen Brief. Ein weiterer Kritikpunkt ist die im Gesetz geplante, dreijährige Aussetzung der Trennung von Straf- und Abschiebehaft. In ihrer Folge würden die „strengen Sicherheitsauflagen beispielsweise im Hinblick auf die Nutzung von Handys oder Internet sowie die Bewegungsfreiheit – auch in der Abschiebungshaft gelten“. Außerdem sollen mit dem Gesetz die Gründe für Abschiebehaft massiv ausgedehnt werden.

Quelle: Pro Asyl; tagesschau.de; neues-deutschlande.de

Ähnliche Artikel

Das Bild zeigt einen dunkelbraunen Richterhammer, der vor einem geöffneten Buch zu sehen ist. Das Buch ist in seinem Querschnitt abgebildet. Der Hintergrund ist dunkelblau.

Kritik an geplanter Reform des SGB II

Der Bundestag berät in den ersten Wochen des Jahres 2026 den Umbau des Bürgergeldes in eine Grundsicherung. Die Bedingungen für Beziehende staatlicher Leistungen sollen verschärft

Zum Inhalt springen