Aktuell befinden sich mehrere Gesetzentwürfe im parlamentarischen Verfahren, die auch Auswirkungen auf junge geflüchtete Menschen haben. Am 3. Juni 2019 finden in zwei Ausschüssen des Bundestages Anhörungen zu einzelnen Gesetzentwürfen statt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. stellt in den Gesetzentwürfen eher Verschlechterungen für diese jungen Menschen fest als Verbesserungen. Das nimmt die BAG KJS zum Anlass an die Politik zu appellieren, den jungen Menschen, die nach ihrer Flucht in Deutschland leben und bis auf weiteres nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren, jetzt Perspektiven zu geben. Ausbildung statt Abschiebung und damit Sicherheit für junge Menschen und Unternehmen zu schaffen, ist die zentrale Forderung des Politikbrief.

Ausbildung statt Abschiebung

Durch Bildung und Ausbildung können sich junge Geflüchtete besser in den Arbeitsmarkt integrieren. Dazu müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden; jungen Geflüchteten ist Zugang zu allen Fördermöglichkeiten zu gewähren. Ein uneingeschränktes Recht auf Bildung und Ausbildung sowie der Schutz vor Abschiebung junger Geflüchteter hilft auch der Wirtschaft.

Träger und Maßnahmen der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft ermöglichen jungen Menschen mit Fluchthintergrund Integration und Teilhabe. Aber ohne eine einheitliche und fortschrittliche Umsetzung der Ausbildungs- und Beschäftigungserlaubnis durch die örtlichen Behörden, werden Erfolge eingeschränkt. Eine zu kurze Frist zur Klärung der Identität ist ebenso wenig hilfreich, wie ein konkreter Fall aus unserer Arbeit im Politikbrief belegt.

Quelle: BAG KJS