Kirchen plädieren zum Beginn der Interkulturellen Woche für die Aufhebung der Residenzpflicht

1.000 Unterstützer für ein Ende der Residenzpflicht für Asylbewerber konnte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) bereits seit Anfang September gewinnen. Auch die katholischen Bistümer in Thüringen fordern einen Wegfall der Residenzpflicht. Durch eine Aufhebung der Residenzpflicht könnten Asylbewerber leichter soziale Kontakte pflegen sowie Ärzte und Beratungsstellen aufsuchen, die sich außerhalb der ihnen gestatteten Aufenthaltsregion befinden.

Unterschriften wurden anlässlich der Interkulturellen Woche der Landesregierung übergeben

Die EKM übergab die Unterschriften am Samstag zu Beginn der Interkulturellen Woche der thüringischen Landesregierung. Unter den Erstunterzeichnern sind die EKM-Landesbischöfin Ilse Junkermann, die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, der Direktor der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek Weimar, Michael Knoche, und der Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, Stephan Märki. Sie wenden sich dagegen, dass die Asylbewerber den ihnen von den Behörden zugewiesenen Landkreis nur nach deren Erlaubnis verlassen dürfen.

Quelle: Katholische Nachrichtenagentur Newsletter NORD/OST

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