Bessere Beschäftigugschancen durch Veränderungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik?

Frau von der Leyen – Bundesarbeits- und Sozialministerin – will die aktive Arbeitsmarktpolitik auf den Prüfstand stellen. Für 2011 kündigt sie eine umfassende Reform an. Dabei will sie die am wenigsten wirksamen Maßnahmen streichen. Darin sieht von der Leyen ihren Beitrag zu Sparmaßnahmen im Zuge der Bekämpfung des Milliarden Lochs im Bundeshaushalt.

Aber auch jetzt schon gibt es konkrete Planungen für Veränderungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetz die Beschäftigungschancen am Arbeitsmarkt verbessern. Ein Gesetzentwurf wurde dem Bundesrat bereits zugeleitet. Darin werden vor allem die Regelungen für das Kurzarbeitergeld verlängert und modifiziert. Für einzelne arbeitsmakrtpolitische Instrumente will die Regierung mit dem Gesetz eine Verlängerung ermöglichen. Die erweiterte vertiefte Berufsorientierung gem. § 421a SGB III soll bis Ende 2013 verlängert werden. Der Ausbildungsbonus ( 421r SGB III) soll nur für den Fall einer Insolvenz verlängert werden – dann auch bis 2013. Die beiden bis Ende diesen Jahres befristeten Instrumente Qualifizierungszuschuss für jüngere Arbeitnehmer (§ 421o SGB III) und der Eingliederungszuschuss für jüngere Arbeitnehmer (§ 421p SGB III) sollen auslaufen.

Die Ankündigung des Sparvorhabens der Arbeitsministerin wird von den Grünen kritisiert. Nach Ansicht der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ist das beste Sparprogramm eine Investition in die aktive Arbeitsmarktpolitik. Anstatt wirkungslose Instrumente zu streichen fordern die Grünen wirkungsvolle Maßnahmen die effizient dazu beitragen, Menschen in Beschäftigung zu bringen. Dadurch würden die Sozialkassen entartet und damit auch der Bundeshaushalt.“

Den Entwurf eines Gesetzes für bessere Beschäftigungschancen am Arbeitsmarkt in vollem Textumfang entnehmen Sie bitte dem Anhang.

Quelle: BMAS; CDU; Bündnis90/Die Grünen

Dokumente: Gesetzentwurf_bessere_Beschaeftigungschancen_am_Arbeitsmarkt__DR_0225_10.pdf

Ähnliche Artikel

Das ist ein KI generiertes Bild, das einen jungen Menschen von hinten vor einem Gebäude zeigt.

Jugendarbeitslosigkeit wächst

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt laut Bundesagentur für Arbeit (BA) wieder an. Mit Blick auf das gesamte Jahr 2025 bilanziert die BA: Die Arbeitslosigkeit hat sich 2025

Dieses schwarzweiße Bild zeigt eine Person, die alleine auf einer kleinen Erhöhung im Meer steht. Rundherum ist sonst nichts weiter zu sehen.

Einsamkeit bei Jugendlichen begegnen

Einsamkeit bei Jugendlichen ist ein Thema, das zunehmend an gesellschaftlicher, politischer und fachlicher Bedeutung gewinnt. Welche Rolle die Jugendsozialarbeit dabei spielt und welche Handlungsmöglichkeiten sich

Zum Inhalt springen