Tag: 17. Dezember 2007

Modellversuch Bürgerarbeit: Zwischen Workfare und Sozialem Arbeitsmarkt

IAB-Forschungbericht veröffentlicht: Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um das Thema „mehr Beschäftigung für wettbewerbsschwächere Arbeitnehmer und Arbeitslose“ untersucht der Forschungsbericht die aktivierenden Wirkungen der ersten drei Stufen des Modellversuchs „Bürgerarbeit“. Dieser Modellversuch wurde von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) Sachsen-Anhalt-Thüringen gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt entwickelt und zuerst in der Kurstadt Bad Schmiedeberg umgesetzt. Das Konzept der Bürgerarbeit hat sowohl Elemente von „Workfare“ als auch eines „Sozialen Arbeitsmarktes“ und sieht ein vierstufiges Vorgehen vor. Die Analysen zeigen, dass die Betreuung der Arbeitslosen in Bad Schmiedeberg während des Modellversuchs durchaus intensiviert worden ist. Dies schlug sich etwa auch in verstärkten Eigenbemühungen der Arbeitslosen nieder. Dies führte aber nicht in großem Umfang zu zählbaren Arbeitsmarkterfolgen: Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit gingen weit überwiegend in öffentlich geförderte Beschäftigung, während die Abgangsraten in Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt und in Nichterwerbstätigkeit kaum positiv beeinflusst wurden. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass die mangelnde Aktivierung der Arbeitslosen nicht der Hauptgrund für die lang andauernde Arbeitslosigkeit ist.

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Schavan fordert Qualitätsstandards in der Bildungsberatung

Studie zur Bildungsberatung im Auftrag des Bundesbildungsministeriums veröffentlicht: Beratung in Deutschland erfolgt zumeist sektoral und regional spezifisch. ‚Um die Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems zu verbessern und lebenslanges Lernen effektiv zu fördern, brauchen wir einheitliche Qualitätsstandards in der Beratung‘, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. ‚Unabhängig von regionalen Unterschieden oder der Art der Beratung sind deutschlandweite Beratungsstandards wichtig. Diese gilt es, zu formulieren und gezielt umzusetzen.‘ Die von Ramboell Management durchgeführte Untersuchung gibt erstmals Auskunft darüber, wer in Deutschland für welche Bevölkerungsgruppen, mit welchen Ressourcen und Konzeptionen Beratung anbietet. Bildungs- und Berufsberatung wird in Deutschland von einer Vielzahl von Institutionen angeboten, dabei oft begrenzt auf einen speziellen Kreis von Beratungssuchenden.

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Schreiben des BMAS zur Umsetzung der Grundsicherung für Arbeitsuchende an die zugelassenen kommunalen Träger des SGB II und die Bundesagentur für Arbeit

BAG KJS bezieht Stellung zu einem Schreiben des BMAS: Ausgangspunkt ist aktuell offensichtlich eine Uneinigkeit zwischen den optierenden Kommunen und den Bundesländern auf der einen Seite und der Abteilung „Leistungsrecht des SGB II“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf der anderen Seite zur Rechtsauslegung des § 16 Abs. 2 SGB II. Dieser Streit führte zu einem Brief des BMAS an die Optionskommunen und die Bundesagentur für Arbeit, in dem die Rechtsauffassung des Ministeriums als verbindlich dargestellt wird. Aus Sicht der BAG KJS entspricht diese Rechtsauslegung nicht dem Willen des Gesetzgebers. Ihre Anwendung würde das Aus für viele gute regional und vor Ort entwickelte Konzepte von Eingliederungsleistungen bedeuten, die auf die Zielgruppe des SGB II hin spezifische Lösungsansätze gestalten.

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