Unternehmen betonen: Demokratie ist ein Standortfaktor

Namhafte deutsche Wirtschaftsunternehmen fordern Regierung und Opposition auf, die Transformation zur Klimaneutralität gemeinsam konsequent voranzutreiben. In einem Appell warnen 50 große Konzerne zudem vor der Gefahr rechter Parteien für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Benötigt werde ein wirtschaftspolitisches Leitbild, das einen Rahmen für Unternehmer*innen in einem klimaneutralen Deutschland setze. Für Investitionsentscheidungen sei ein langfristiger Rahmen entscheidend. Das Überleben des Standortes hänge zudem davon ab, ob das Ziel der Klimaneutralität erreicht werde. „Die Klimafolgeschäden eines ungebremsten Anstiegs globaler Temperaturen sind unabsehbar. Deshalb kann unser ökologisches und ökonomisches Handeln nur in eine Richtung führen: zur Klimaneutralität“, heißt es in dem Appell.Die Unternehmen setzen auf Fachkräfte, auf deren Kreativität, Wissen sowie Fähigkeiten, um Klimaneutralität zu erreichen. Sie kritisieren deutlich: Weder Regierung noch Opposition gelinge es derzeit, diese Chance für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz, gute Jobs und Wohlstand zu vermitteln.

Der notwendige Transformationsprozess sei länger als eine Legislatur. Umso mehr müssen aus Sicht der Unternehmen nachhaltige Rahmenbedingungen her: Verlässliche Perspektiven böten Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit und hielten rechtsextreme politische Ränder sowie populistische Stimmen klein. „Demokratie ist ein Standortfaktor“, betonen die Unternehmen.

Sechs konkreten Forderungen zum Gelingen der Transformationsprozesse

Aus den insgesamt sechs konkreten Forderungen sind mindestens drei auch aus Sicht der Jugendsozialarbeit richtig und wichtig: Eine Weiterentwicklung der Schuldenbremse, weniger Bürokratie auf allen föderalen Ebenen sowie eine sozialverträgliche Transformation. „Transformation bedeutet Veränderung – nicht nur für die Wirtschaft, sondern für uns alle. Die Politik muss die Umsetzung sozialverträglich gestalten, einkommensschwache Gruppen aktiv entlasten und für Akzeptanz werben“, formulieren die Unternehmen.

Initiiert hat den Appell die Stiftung KlimaWirtschaft, die von vielen der 50 Unternehmen unterstützt wird. Präsident der Stiftung ist Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group. Die Stiftung beschäftigt sich mit unter anderem mit Klimaschutz in Unternehmen, erneuerbaren Energien, Sustainable Finance, Verkehr und Mobilität

Quelle: Stiftung KlimaWirtschaft

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