Schüler/-innen mit Migrationshintergrund häufig leistungsschwächer

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Der Anteil leistungsschwacher Schüler ist unter Migranten und deren Nachkommen in Deutschland besonders hoch. Schüler/-innen mit Migrationshintergrund erreichten seltener die schulischen Grundkenntnisse als inländische Schüler/-innen, wie aus einer Teilauswertung des PISA-Tests 2015 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht.

Scheitern an grundlegenden Aufgaben

Obwohl laut Bericht Jugendliche aus Migrantenfamilien in der Schule oft motivierter sind als ihre inländischen Altersgenossen, schneiden sie schlechter ab. Sie scheiterten häufiger an grundlegenden Aufgaben in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Gabriela Ramos von der OECD findet das alarmierend. Gute Bildung sei entscheidend für junge Migranten, um sich gesellschaftlich zu integrieren.

Die Gründe für die schlechten schulischen Leistungen seien die geringe formale Bildung und ein niedriger beruflicher Status der Eltern. Hinzu kämen Schwierigkeiten mit der Unterrichtssprache.

Schulsystem besser auf Mehrsprachigkeit einstellen

Lehrer spielen laut Analyse eine Schlüsselrolle bei der Integration ausländischer Schüler. Sie sollten deshalb mehr Unterstützung und Training erhalten, um besser auf multikulturellen Klassen reagieren zu können. Zudem müsste ein gezieltes Sprachtraining angeboten werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte das Schulsystem stärker auf Mehrsprachigkeit einzustellen. „Deshalb müssen Sprachbildung und mehrsprachiges Lernen von Beginn an mehr ins Zentrum gerückt und systematisch in allen Bildungsbereichen verankert werden“, schlug Tepe vor. Dabei sollten auch Modelle integrierten Fach- und Sprachlernens sowie herkunftssprachliche Bildungsangebote systematisch ausgebaut werden. Zudem seien diskriminierungssensible Schulentwicklung und interkulturelle Elternarbeit ebenso notwendig, wie die Lehrkräfteausbildung und die Curricula auf inklusive und diversitätsbewusste Lehrinhalte und Didaktiken auszurichten.

Quelle: GEW; OECD; KNA

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