Im Rahmen des neuen Förderprogramms „Jugend erinnert“ sollen in den nächsten zwei Jahren rund 500 Gedenkfahrten ermöglicht werden, bei denen insgesamt ca. 10.000 Jugendliche Gedenkstätten besuchen können.  Ziel ist, vor allem auch im internationalen Austausch, die Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen zu stärken.

Mit diesem Programm will die Bundesregierung u.a. die Zusagen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen, dort wurde festgelegt: „Wir wollen vor allem jüngere Menschen dazu bewegen, Gedenkstätten zu besuchen. Deshalb unterstützen wir die Gedenkeinrichtungen bei der Weiterentwicklung ihrer pädagogischen, digitalen und audio-visuellen Vermittlungskonzepte. Eine ethnisch und religiös zunehmend heterogene Zusammensetzung der Besuchergruppen erfordert dabei eine besondere Aufmerksamkeit. Neben der Stärkung der pädagogischen Arbeit wird als ein Teil dieser Förderinitiative das Programm „Jugend erinnert“ ins Leben gerufen, um Austausch und Begegnungen sowie Gedenkstättenfahrten mit entsprechenden Workshops für Schulklassen zu fördern und damit dem wachsenden Antisemitismus und Antiziganismus entgegenzuwirken.“(Koalitionsvertrag, S. 167f)

Der Bundestag hat dem Auswärtigen Amt fünf Mio. Euro für diesen Auftrag zur Verfügung gestellt. Davon wird eine Million Euro durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) umgesetzt. So sollen mehr internationale Gedenkstättenfahrten gefördert und weitere Gedenkorte einbezogen werden.

Begegnungen von Jugendlichen aus Deutschland, Israel und Osteuropa

Bi-und trilaterale Begegnungen in Gedenkstätten und gemeinsame Projekte zur Aufarbeitung von Geschichte und Erinnerung mit Jugendlichen aus Deutschland, Israel und aus osteuropäischen Ländern sind – in Zusammenarbeit mit der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft – darum ein Schwerpunkt des Programms. Im Fokus steht dabei, gemeinsam mit der Zivilgesellschaft in Deutschland und in den Partnerländern Projekte der Erinnerungskultur zu fördern. Außerdem sollen junge Lehrkräfte an Gedenkstätten, in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen begleitet und fortgebildet werden mit dem Ziel, internationalen Austausch zu etablieren oder zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt wird sein, umfassende neue, vor allem digitale Zugänge zu historischen Informationen und Zeugnissen der Überlebenden zu erschließen und zu erproben.

Nähere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de/jugend-erinnert.

Quelle: BMFSFJ