Immer weniger Inobhutnahmen

Die deutschen Behörden haben im Jahr 2018 deutlich weniger Kinder und Jugendliche zu deren Schutz in Obhut genommen. Das Statische Bundesamt berichtet von 52.600 Fällen. Das sei ein Rückgang um knapp 8.800 (minus 14 Prozent). Hauptgrund sei die stark gesunkene Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die nach ihrer Ankunft fast immer zunächst von den Ämtern in Obhut genommen würden. Nach Angaben der Statistiker sank die Zahl der Inobhutnahmen minderjähriger Flüchtlinge um etwa 10.300 Fälle. Das entsprach einem Rückgang um 46 Prozent. Zugleich gab es aber mehr Schutzmaßnahmen, etwa wegen körperlicher und/oder psychischer Kindesmisshandlung. 2018 kam es deswegen zu über 1.200 Inobhutnahmen mehr als im Vorjahr (plus 25 Prozent). Am häufigsten reagierten die Behörden auf Überforderung eines oder beider Elternteile (24 Prozent). Die unbegleitete Einreise aus dem Ausland, die im Vorjahr noch der häufigste Anlass für eine Schutzmaßnahme war, rückte mit 16 Prozent der Fälle an die zweite Stelle.

Quelle: epd; Statistisches Bundesamt

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