Hartz-IV-Empfänger werden oft nur kurzzeitig unabhängig von den staatlichen Leistungen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Im Jahr 2018 kamen 1.743.000 Hartz-IV-Empfänger aus dem Bezug der Leistungen heraus. Knapp 23 Prozent beantragten aber schon ein Vierteljahr später erneut die staatliche Unterstützung. 2017 waren es 24 Prozent und 2016 rund 24,5 Prozent. Von denen, die einen sozialversicherungspflichtigen Job annahmen, wurden weniger als die Hälfte in Beschäftigungen vermittelt, die sie soweit absicherten, dass sie nicht binnen drei Monaten wieder zum Jobcenter mussten. In den Jahren 2017 und 2016 waren es 47,8 bzw. 47,5 Prozent. Für das Jahr 2018 liegen nur die Zahlen von Januar bis Oktober vor. Danach haben 938.455 Hartz-IV-Bezieher eine Stelle angetreten. Nur 390.661 konnten dadurch aber länger als drei Monate auf Hartz-IV-Leistungen verzichten. Die Linken Abgeordnete Susanne Ferschel fordert daher Arbeit zu würdevollen Bedingungen und mahnt an, die Ausbeutung im Niedriglohnsektor zu beenden.

Quelle: epd; Die Linke; BMAS