Erste umfassende Lebensweltanalyse der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland
Sinus-Studie zu Migraten: Zugehörigkeit zu sozialem Milieu beeinflusst die Alltagskultur stärker als Religion oder ethnische Herkunft. Menschen desselben Milieus, die individuelle Wertevorstellungen, Lebensstile und ästhetische Vorlieben teilen, verbindet trotz unterschiedlicher Herkunft mehr miteinander als mit ihren Landsleuten aus anderen Milieus. Zuwanderungsgeschichte, ethnische Zugehörigkeit oder Religion nehmen Einfluss auf die Alltagskultur, sind letzten Endes aber nicht Identität stiftend. Rückschlüsse von der Herkunft auf individuelle Wertevorstellungen und Lebensstile sind nicht zu ziehen. Auch umgekehrt sind keine Rückschlüsse zu ziehen es kann kein Rückschluss vom Milieu auf die Herkunftskultur der MigrantInnen gezogen werden.