Autor: Silke Starke-Uekermann

Erste umfassende Lebensweltanalyse der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Sinus-Studie zu Migraten: Zugehörigkeit zu sozialem Milieu beeinflusst die Alltagskultur stärker als Religion oder ethnische Herkunft. Menschen desselben Milieus, die individuelle Wertevorstellungen, Lebensstile und ästhetische Vorlieben teilen, verbindet trotz unterschiedlicher Herkunft mehr miteinander als mit ihren Landsleuten aus anderen Milieus. Zuwanderungsgeschichte, ethnische Zugehörigkeit oder Religion nehmen Einfluss auf die Alltagskultur, sind letzten Endes aber nicht Identität stiftend. Rückschlüsse von der Herkunft auf individuelle Wertevorstellungen und Lebensstile sind nicht zu ziehen. Auch umgekehrt sind keine Rückschlüsse zu ziehen es kann kein Rückschluss vom Milieu auf die Herkunftskultur der MigrantInnen gezogen werden.

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Ankündigungseffekt oder Maßnahmewirkung?

Diskussionspapier: Trainingsmaßnahmen sind ein Instrument der aktiven Arbeitsförderung, mit dem je nach Ausrichtung unterschiedliche Zielsetzungen verfolgt werden. Das IAB hat eine Variante der Trainingsmaßnahmen, die Maßnahme zur Überprüfung der Verfügbarkeit evaluiert. Diese Maßnahme zielt in erster Linie darauf ab, zu überprüfen, ob Arbeitslose zu einer Arbeitsaufnahme zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk liegt hier deshalb auf der Fragestellung, wodurch Trainingsmaßnahmen zur Überprüfung der Verfügbarkeit zur Verbesserung von Eingliederungsaussichten beitragen. Unterschieden werden dabei Eingliederungseffekte, die allein aus der Einladung zu einer Maßnahme resultieren, in Abgrenzung zu Effekten, die für die tatsächliche Teilnahme an einer Trainingsmaßnahme geschätzt werden. Zur Untersuchung dieser Fragestellung werden Daten aus einem arbeitsmarktpolitischen Experiment genutzt, die neben Angaben über Maßnahmeteilnahmen auch Informationen zu ausgesprochenen Einladungen liefern.

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Bundesrat will Ausbildungsplätze für Altbewerber durch BA bezuschussen lassen

Gesetzentwurf des Bundesrates: „Um die Zahl der Altbewerber gezielt abzubauen, soll bis zum Jahr 2009 die Möglichkeit eingeräumt werden, für zusätzliche Ausbildungsplätze einen einmaligen Zuschussbetrag an Ausbildungsbetriebe zu zahlen. Von der weiterhin schwierigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt sind insbesondere Abgänger von Haupt- und Förderschulen besonders betroffen. Es müssen daher besondere Anstrengungen unternommen werden, um vorrangig diesen jungen Menschen den Einstieg in eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Arbeitgeber können für die betriebliche Ausbildung von Auszubildenden durch Zuschüsse gefördert werden. Voraussetzung ist, dass sich der Auszubildende bereits mindestens im Vorjahr um eine Ausbildung bemüht hat, das Ausbildungsverhältnis zusätzlich ist, das Ausbildungsverhältnis mindestens zwölf Monate besteht.‘

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