Autor: Silke Starke-Uekermann

Jungen im Bildungssystem eklatant benachteiligt

Aktionsrat Bildung deckt auf: Das deutsche Bildungssystem verstärkt Geschlechterdifferenzen zu Lasten der Jungen. Das dritte Jahresgutachten des Aktionsrates Bildung liefert einen Überblick über Bildungsbeteiligung und Leistungsunterschiede von Jungen und Mädchen. Außerdem schlüsselt es die Geschlechteraufteilung in pädagogischen Berufen auf. Teilweise gibt es eklatante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen in der Bildungsbeteiligung und Leistung. Von allen Schulabgängern ohne Abschluss sind 62% Jungen, wobei dieser Schnitt nicht auf alle Bundesländer zutrifft. Die Stadtstaaten Hamburg und Berlin sind die positive Ausnahme. Trotz eines hohen Anteils an Schulabgängern/-abgängerinnen ohne Abschluss, ist die Differenz zwischen den Geschlechtern die geringste aller Bundesländer. Das Risiko für Jungen in Schule und Beruf zu scheitern, ist in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt am Größten.

Weiterlesen >>

Berufswegeplanung ist Lebensplanung

Die Partner des nationalen Ausbildungspaktes verabschiedeten im Februar eine Erklärung zur Berufswegeplanung Jungendlicher: „Berufswegeplanung ist Lebensplanung – Partnerschaft für eine kompetente Berufsorientierung von und mit Jugendlichen“. Zentraler Punkt des Papiers ist die angestrebte aktive Mitwirkung der Jugendlichen an der Planung ihres Berufs- und Lebensweges. Bei allen gesellschaftlichen Anstrengungen obliegt ihnen eine Letztverantwortung ihre berufliche Zukunft zu planen und mitzugestalten. Die Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit und Jugendhilfe soll als unverzichtbarer Bestandteil gestärkt werden. Eltern, Schulen, Arbeitsagenturen sowie Wirtschaft sehen die Paktpartner als verantwortliche Koopertionspartner, die stärker in die Pflicht genommen werden sollen. Mit Veröffentlichung dieser Überlegungen kommen die Paktpartner einer Vereinbarung von März 2007 nach. Damals wurde vereinbart, ein Gesamtkonzept zur Berufsorientierung zu erarbeiten. Mit den nun vorliegenden Ideen sollen Schulen ein systematisches Konzept für die Berufsorientierung erstellen und umsetzen können.

Weiterlesen >>

Analphabeten haben kein Recht auf Einbürgerung

ENTSCHEIDUNG DES BADEN-WÜRTTEMBERGISCHEN VERWALTUNGSGERICHTSHOFS “ Ein Analphabet kann nicht in Deutschland eingebürgert werden. Das hat der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in Mannheim entschieden. Mündliche Sprachkenntnisse allein

Weiterlesen >>
Zum Inhalt springen