Autor: Silke Starke-Uekermann

Attraktivität und Qualität: Herausforderungen für die Berufsbildung

Die berufliche Bildung zukunftsfähig gestalten. Dazu gehört für den Forschungsdirektor des Bundesinstituts für Berufsbildung, Prof. Dr. Weiß, eine Qualitätssicherung des Berufsbildungssystems sowie eine Erhöhung der Attraktivität. Für Weiß gewinnt das System Attraktivität, wenn es sich auf die Unterschiedlichkeit der Auszubildenden einstellt. In der Altersspanne bestehen Unterschiede von bis zu sieben Jahren. Die Vorqualifikation variiert von Kenntnissen aus der Förderschule bis hin zu Studien-Wissen. Das erfordert Flexibilität in den Systembedingungen wie auch in den Gestaltungskonzepten der Akteure. Um diese Herausforderung erfolgreich zu bewältigen, bedarf es externer Partner. Berufsschulen, Beratungsstellen, Bildungsanbieter oder Wirtschaftsorganisationen können bei diesem Prozess unterstützen. Betriebe können Hilfe erhalten bei der Auswahl von Auszubildenden. Im Bedarfsfall werden sozialpädagogische Betreuung sowie ausbildungsbegleitende Hilfen organisiert und angeboten. Zur Sicherung der Qualität in der Berufsbildung fordert Weiß allen voran eine Verständigung auf einen Qualitätsbegriff, Ziel- und Normenwerte unter Berücksichtigung von sozialem Kontext und sozialen Rahmenbedingungen.

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Welche Vorhaben der Wahlprogramme können Union und FDP in den Koalitionsvereinbarungen umsetzen?

Vor der Wahl wurde viel versprochen. Doch was davon kann eingehalten werden? Die Union und FDP befinden sich mitten in den Koalitionsvereinbarungen. Im Feld der Integrations- und Jugendpolitik sind sich die künftigen Koalitionspartner nicht immer einig. Die Union räumt der Integration Vorfahrt ein. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Sprachförderung und frühe Förderung in Kindergärten und Schule. Die FDP hingegen will mehr als Antidiskriminierungsgesetzgebung und spricht von einer neuen Kultur der Vielfalt und sieht diese realisiert in betrieblichen „Diversity-Strategien“. Einig hingegen scheinen sich beide Seiten bei der Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Extremismus. Die Förderung von Aussteigerprogrammen soll intensiviert und weiterentwickelt werden.

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Integrationsbereitschaft von Migranten

Die aktuelle Debatte um Integraionserfolge von Personen mit Migrationshintergrund wurde losgetreten durch Aussagen von Thilo Sarrazin (Bundesbank Vorstand). Im Zuge der Koalitionsverhandlungen zwischen FDP, CDU und CSU wurde die Notwendigkeit eines eigenen Integrationsministeriums diskutiert. In diesem Zusammenhang äußerte sich der Vize-Vorsitzende der Union-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach (CDU). Der Druck auf Ausländer, die nicht an Integrationskursen teilnehmen, soll verstärkt und über entsprechende Einschnitte bei Sozialleistungen nachgedacht werden. Allerdings wird die Debatte um Integrationserfolge und –breitschaft eher undifferenziert und populistisch geführt. Eine differenzierte wissenschaftliche Betrachtung zeigt, dass die Integrationsbereitschaft Jugendlicher hoch ist. Sie streben eine Balance zwischen Herkunfts- und Aufnahmekultur an.

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