Autor: Silke Starke-Uekermann

Qualitätsentwicklung in der Schulsozialarbeit trägt zur Armutsprävention bei

Deutsches Rotes Kreuz veröffentlicht Broschüre zur Qualitätsentwicklung in der Schulsozialarbeit: Die Broschüre „Für ein Aufwachsen im Wohlergehen. Schulsozialarbeit als Wegbereiterin erfolgreicher Bildungswege“ ist für (angehende) Träger der Schulsozialarbeit konzipiert. Die Broschüre bietet Anregungen auf operativer Ebene als auch auf strategisch planerischer Ebene Schulsozialarbeit als Baustein einer kind- und jugendzentrierten Armutsprävention nachhaltig wirksam zu gestalten. Teil A, erstellt durch die Autorin Stephanie Haupt, beschreibt zunächst anschaulich und praxisrelevant das Handlungsfeld, die Rahmenbedingungen, Angebote und Methoden der Schulsozialarbeit. Ausgangsbasis der Ausführungen im sich anschließenden Teil B, der durch die Autorin Dr. Nicole Ermel verfaßt ist, ist die Annahme, dass Schulsozialarbeit nur dann ihre Wirkungen besonders weitreichend entfalten kann, wenn sie eingebettet ist in einen armutspräventiven integrierten Gesamtansatz. Eine solche komplexe Gesamtstrategie der strukturellen Verankerung von Schulsozialarbeit hat im Blick, Schulsozialarbeit als einen wichtigen Baustein einer kind- und jugendzentrierten Armutsprävention flächendeckend, nachhaltig und strukturell zu verankern.

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So beurteilen Eltern die Schule in Deutschland: durchgefallen

Zweite Bildungsstudie des Kinder- und Jugendausstatters JAKO-O veröffentlicht: Die große Elternumfrage zur Schule und Bildungspolitik zeigt, wie nah Wunsch und Vereinbarkeit auseinanderklaffen. Befragt wurden Eltern von schulpflichtigen Kindern und Jugendliche bis zu 16 Jahren. Jeweils 84 Prozent der Betroffenen finden es bedeutend, dass viel Wert auf soziales Verhalten gelegt wird und alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Bildungschancen haben. Nur 28 Prozent finden, dass Leistung bei der Bildungspolitik im Vordergrund stehen sollte. Das diese Wünsche verwirklicht werden, sehen die meisten Eltern jedoch nicht. In der Realität des Schulalltages zähle vor allem der Leistungsgedanke, finden 75 Prozent. Auch in anderen Erwartungen werden die Eltern enttäuscht und das Schulsystem erhält schlechte Noten. 70 Prozent würden ihre Kinder auf eine Ganztagsschule schicken. Allerdings kommt der Ausbau von Ganztagsschulen hier nicht annähernd hinterher. Knapp die Hälfte können den gewünschten Ganztagsplatz nicht erhalten. Die meisten Befragten halten gleiche Bildungschancen und einheitliche Bedingungen in den 16 Bundesländern für die wichtigsten Ziele in der Bildungspolitik. Verwirklicht sehen sie diese Ziele aber überhaupt nicht.

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Kommt ein neues BvB-Fachkonzept?

Die Bundesagentur für Arbeit entwickelt derzeit Ideen für ein neues BvB-Fachkonzept. Geplant ist es, bisheriges Konzept in Richtung produktionsorientierter Ansätze zu ergänzen bzw. zu verändern. Damit sollen bei der Umsetzung berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen Produktionsschulen, Jugendwerkstätten und vergleichbare Angebote auf Länderebene einbezogen werden. Neben den betrieblichen Einstiegsqualifizierungen (§ 54a SBG III) und dem Standard BvB soll eine weitere berufsvorbereitende Maßnahme – sozusagen als Alternative – bereit gestellt werden. Insbesondere für junge Menschen mit komplexem Förderbedarf. Auslöser ist eine Vereinbarung von Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuss zur Instrumentenreform. Der Entwurf eines solchen Konzeptes – Fachkonzept BvB-Pro liegt den Bundesländern sowie kommunalen Spitzenverbänden derzeit zur Beratung vor.

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Schulmüde Jugendliche – Was tun?

Die Dokumentation der Fachtagung „Schulmüde Jugendliche – Was tun?“ vom 25.-26.04.2012 wurde veröffentlicht. Im Mittelpunkt der Tagung standen die Reflexion der Wirkungen sozialer Arbeit mit

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Diskriminierung beenden und Ausbildung für alle jungen Menschen ermöglichen

Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit veröffentlicht Positionspapier zur Ausbildungssituation Jugendlicher mit Migrationshintergrund: Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland überdurchschnittlich häufig von sozialer Benachteiligung und Bildungsarmut betroffen. Selbst bei gleicher Eignung haben Jugendliche mit Migrationshintergrund es erwiesenermaßen schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Seit Jahren wechselt die Mehrheit aller Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht direkt in eine Ausbildung, sondern zuerst in die berufsvorbereitende Förderung. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich gegen Diskriminierung sowie für ausreichend Ausbildungsplätze und passende Förderinstrumente ein. Um die Ausbildungschancen gerechter zu verteilen, sieht der Verbund vor allem die Betriebe in der Pflicht. Zusätzliche Ausbildungsstellen anzubieten. Vor allem für Menschen mit weniger guten Schulabschlüssen oder erhöhtem Unterstützungsbedarf. Für nicht mehr schulpflichtige junge Zuwanderer/-innen seien mehr Angebote zu schaffen, nicht anerkannte (Schul-)Abschlüsse nachzuholen, und die Voraussetzungen für die Anerkennung zu verbessern.

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Das Recht auf Ausbildung umsetzen

DGB, GEW und Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit veröffentlichen Aufruf zum Recht auf Ausbildung: Nach wie vor bekommen nicht einmal alle von der Bundesagentur für Arbeit als „ausbildungsreif“ eingestuften Jugendlichen einen Ausbildungsplatz. Laut Berufsbildungsbericht 2012 bleiben nach wie vor rund 15 Prozent (ca. 1,46 Millionen) der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren in Deutschland ohne Ausbildungs- bzw. Schulabschluss. Die Organisationen der Jugendsozialarbeit, GEW und der DGB fordern gemeinsam eine Ausbildungsgarantie in den Sozialgesetzbüchern für alle jungen Menschen, die eine Ausbildung beginnen wollen, aber noch keinen betrieblichen Ausbildungsplatz finden. Dazu halten die Herausgeber des Aufrufs eine kohärente Förderung am Übergang Schule-Beruf für unerlässlich. Dabei ist vom individuellen Bedarf des Einzelnen auszugehen.

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