Ausbildung: BIBB präsentiert Kosten-Nutzen-Erhebung

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Die eigene Ausbildung ist neben der Rekrutierung von Fachkräften über den externen Arbeitsmarkt die wichtigste Möglichkeit für Betriebe, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Das lohnt sich für Betriebe auch finanziell, wie Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigen. Das BIBB hat basierend auf dem Ausbildungsjahr 2018/2018 die Kosten einer betrieblichen Ausbildung mit dem Aufwand einer Fachkräfterekrutierung verglichen. Im Ergebnis zahlen sich die Ausbildungs-Investitionen der Betriebe insbesondere bei Übernahme der Auszubildenden aus. Denn dann müssen die Betriebe nicht auf dem Arbeitsmarkt nach Fachkräften suchen, die meist noch über zusätzliche Weiterbildungs- und Einarbeitungsmaßnahmen integriert werden müssen. So können Personalgewinnungskosten eingespart, Abhängigkeiten vom Arbeitsmarkt reduziert und mögliche Ausfallkosten durch Personalengpässe vermieden werden. Auch wenn das Erhebungsjahr weit vor der Coronakrise liegt, dass BIBB ist sich sicher, Ausbildung rechnet sich auch in Krisenzeiten. Betriebe sollten bei ihren Ausbildungsentscheidungen sämtliche Aspekte berücksichtigen.

Eigene Fachkräfte ausbilden und Geld sparen

Laut BIBB Kosten-Nutzen-Erhebung entstanden den Betrieben im Ausbildungsjahr 2017/2018 im Durchschnitt pro Auszubildende/-r und Jahr Bruttokosten in Höhe von 20.855 Euro. Davon entfielen 12.806 Euro (61 %) auf die Personalkosten der Auszubildenden und 4.935 Euro (24 %) auf die des Ausbildungspersonals. Anlage- und Sachkosten schlugen mit 767 Euro (4 %) und sonstige Kosten mit 2.348 Euro (11 %) zu Buche.

Zieht man von den Bruttokosten die Erträge der Auszubildenden in Höhe von durchschnittlich 14.377 Euro pro Jahr ab, die sie bereits während ihrer Ausbildung für den Betrieb erwirtschaften, so ergeben sich für das Ausbildungsjahr 2017/2018 für die Betriebe durchschnittliche Nettokosten von 6.478 Euro pro Jahr und Auszubildende/-r.

Für die Rekrutierung einer neuen Fachkraft über den externen Arbeitsmarkt wendete ein Betrieb durchschnittlich 10.454 Euro auf.

Die Ergebnisse sind im BIBB REPORT, Heft 1/2020: „Ausbildung in Deutschland – eine Investition gegen den Fachkräftemangel. Ergebnisse der BIBB-Kosten-Nutzen-Erhebung 2017/2018“ veröffentlicht. Die Veröffentlichung kann kostenlos heruntergeladen werden unter www.bibb.de/bibbreport

Quelle: BIBB

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