„Assistierte Ausbildung“ als Dienstleistungsangebot für Jugendliche und Unternehmen

IN VIA fordert die rasche Einführung der „Assistierten Ausbildung“, denn über 20.000 Ausbildungssuchende gingen im Ausbildungsjahr 2013/2014 leer aus. Die Forderung erhob der Katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit – Deutschland e. V. anlässlich der Abschlusstagung zum Ende der Projektphase von „Erfolgreich gemeinsam ausbilden (Efa)“. Im Rahmen dieses Projekts wurden in den letzten zweieinhalb Jahren 81 Jugendliche und 59 Unternehmen im Zusammenhang mit einer Ausbildung unterstützt. IN VIA macht sich stark für ein gesetzlich abgerichtetes Instrument.

Viele Ansätze, ein Ziel: Sicherung des Ausbildungserfolges

An vier Modellstandorten in Freiburg, Hamburg, Köln und Paderborn wurden die Jugendlichen in der Ausbildungsvorbereitung und im ersten Ausbildungsjahr unterstützt, etwa durch ausbildungsvorbereitende Trainings, bei Problemen im Ausbildungsverlauf und bei persönlichen Schwierigkeiten; Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz wurde der Zugang in Ausbildung ermöglicht, oder es wurden Ausbildungsabbrüche verhindert.  Die ausbildenden Unternehmen erhielten Beratung, ausbildungsbegleitende Unterstützung und Entlastung in der Ausbildungsorganisation. Allen Akteuren von Efa gemeinsam war das Ziel, den Ausbildungserfolg zu sichern. Insbesondere auch Jugendliche mit Migrationshintergrund, die bei gleichen schulischen Voraussetzungen schlechtere Chancen als Ausbildungsplatzbewerber/-innen ohne Migrationshintergrund haben, profitierten von dem Angebot.

Konzept der Politik ist verbesserungsbedürftig

Den Bedarf der „Assistierten Ausbildung“ hat auch die Bundesregierung erkannt und schon im Koalitionsvertrag eine entsprechende Initiative angekündigt. Aktuell wird die Einführung der „Assistierten Ausbildung“ bereits in der Bundesagentur für Arbeit vorbereitet. Die Träger der Jugendsozialarbeit kritisieren jedoch die geplante Umsetzung: „Mit einer zentralen Ausschreibung werden wichtige Qualitätsmerkmale ausgehebelt. Wenn alle paar Jahre der Anbieter wechselt, kann keine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Auszubildenden, Unternehmen und Träger aufgebaut werden“, meint Marion Paar, Generalsekretärin von IN VIA Deutschland und stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. Auch die von der BA zwingend vorgesehene Kofinanzierung durch Dritte in Höhe von 50 Prozent verhindere, dass ein flächendeckendes Angebot entstehen kann, findet Paar.

Quelle: IN VIA Deutschland

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