Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, aus der Wirtschaft, von Gewerkschaften und Ländern haben die neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 – 2021 unterzeichnet. Mit der Erklärung bekennen sich die Unterzeichner zu einer starken beruflichen Bildung und richten die Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen dafür neu aus. Selbst erklärtes Ziel ist es, die Attraktivität, Qualität und Leistungsfähigkeit sowie die Integrationskraft der beruflichen Bildung zu stärken. In mehreren Branchen und Regionen wird es zunehmend schwerer, Ausbildungsplätze zu besetzen. Gleichzeitig gelingt einem Teil der Jugendlichen der Übergang von der Schule in die Ausbildung nicht unmittelbar bzw. werden Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Dieses Spannungsverhältnis will die Allianz für Aus- und Weiterbildung weiter angehen. Wo immer möglich sollen deutlich mehr betriebliche Ausbildungsplätze offen für alle Schulabschlüsse angeboten werden. Die „Allianz“-Partner wollen gemeinsam darauf hinwirken, dass künftig alle Schülerinnen und Schüler frühzeitig fundierte Einblicke in die betriebliche Praxis erhalten, um eine reflektierte und realistische Berufswahlentscheidung treffen zu können. Die Wirtschaft wird dafür ein bedarfsdeckendes Angebot an Praktikumsplätzen sicherstellen und insbesondere auch für Jugendliche mit schwierigen Startchancen weiterhin Praxisphasen und Langzeitpraktika ermöglichen. Die „Allianz“-Partner wollen, dass möglichst alle jungen Menschen einen qualifizierten Berufsabschluss erlangen. Darum wird der Bund die Assistierte Ausbildung zu einem dauerhaften Instrument weiterentwickeln, ausbauen und flexibler gestalten. Dabei wird er die Zielgruppe der Assistierten Ausbildung öffnen. Ziel ist auch künftig ein flexibles Förderangebot mit der Möglichkeit einer durchgängigen Unterstützung beim selben Träger von der Ausbildungsvorbereitung bis in die Ausbildung. Die „Allianz“-Partner befürworten einen weiteren Aufwuchs der Mittel für das Instrument der Assistierten Ausbildung im Haushalt der Bundesagentur für Arbeit in den Jahren 2020 bis 2022. Auch wenn das zu begrüßende Ziele sind, garantiert das letztendlich noch keinen Erfolg. Gerade für Jugendliche ohne Schulabschluss oder mit maximal Hauptschulabschluss bleibt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt angespannt.

Quelle: DGB