Im Folgenden eine Übersicht über die wichtigsten aktuellen Förderinformationen im Bereich Jugendsozialarbeit und Europa für Dezember 2025, zusammengestellt vom Projektkoordinator Europa der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS), Alexander Hauser.
Wieder-Eröffnung des Förderverfahrens im nationalen AMIF (Asyl-, Migrations- und Flüchtlingsfonds) ab 15.12.2025
Der Förderaufruf 2025 wird mit Förderhandbuch, FAQ und begleitenden Dokumenten am 15.12.2025 auf der AMIF-Webseite veröffentlicht. Eine Antragstellung ist ebenfalls ab dem 15.12.2025 möglich. Ab diesem Tag ist auch die individuelle Antragsberatung an den Bewilligungszentren wieder möglich.
Quelle: DCV/BAMF
2.Förderaufruf ESF+ Bundesprogramm “Jugend stärken- Brücken in die Eigenständigkeit”
Bis 29. Januar 2027 können Kommunen Anträge einreichen. Im Rahmen von „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit“ (JUST BEst) unterstützt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) junge Menschen im Alter zwischen 14 bis einschließlich 26 Jahren, die Unterstützung benötigen, weil sie zu einer eigenständigen Lebensführung noch nicht in der Lage sind und/oder weil sie von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind. Zur Zielgruppe zählen v. a. Jugendliche und junge Erwachsene, die die stationäre Jugendhilfe verlassen haben oder demnächst verlassen (sogenannte „Care Leaver“) sowie solche, die aus sämtlichen institutionellen Kontexten herausgefallen sind.
Weiteres Ziel des Modellprogramms sind die Sicherstellung und der Ausbau einer rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit aller verantwortlichen Akteure, insbesondere aus den Rechtskreisen SGB VIII, SGB II und SGB III. Die beteiligten Kommunen werden/müssen also Netzwerke und Kooperationen mit Trägern der örtlichen Jugendhilfe aufbauen. Weitere Infos finden sich hier.
Die aktuellen Aufrufe des ESF+ finden sich hier.
Quelle: DiCV FR/BMBFSFJ
Erasmus+ und ESK
Zentrale Informationsveranstaltung von der nationalen Agentur „Jugend für Europa“ zu den EU-Jugendprogrammen Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps. Gesamtüberblick über die Fördermöglichkeiten und Schwerpunkte sowie relevante Neuerungen ab 2026 am 15. Januar 2026 -14:00 bis 16:00 (online).
Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung.
Quelle: JfE
ERASMUS+
Antragsfristen 2026:
Leitaktion 1
- Mobilität von Einzelpersonen im Bereich Jugend: 12. Februar 2026, 12.00 Uhr und 1. Oktober 2026, 12.00 Uhr
- Mobilität von Einzelpersonen im Bereich allgemeine und berufliche Bildung sowie Erwachsenenbildung und Schulbildung (inklusive Kita-Bereich): 19. Februar 2026, 12.00 Uhr
- Erasmus-Akkreditierung im Bereich Jugend und berufliche Bildung: 29. September 2026, 12.00 Uhr
Leitaktion 2:
- Partnerschaften im Bereich Jugend: Kooperationspartnerschaften und Kleine Partnerschaften (Small Scale Projects): 5. März 2026, 12.00 Uhr
- Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Kooperationspartnerschaften und Kleine Partnerschaften (Small Scale Projects) (inklusive Kita-Bereich): 5. März 2026, 12.00 Uhr
Zum Programmleitfaden Erasmus+ 2026 und den Antragsplattformen und zuständigen Nationalen Agenturen: ERASMUS+ Jugendbereich, ERASMUS+ Berufliche Bildung und Programmleitfaden Erasmus+ 2026 (auf Deutsch)
ESK Europäisches Solidaritätskorps
Antragsfristen Freiwilligendienste 2026:
Während des Freiwilligendienstes engagieren sich junge Erwachsene für eine befristete Zeit in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland. Hier zeigt sich exemplarisch der Wert eines lebendigen und sozialen Europas. Freiwilligendienste bieten nicht nur die Möglichkeit, anderen zu helfen. Sie erweitern gleichzeitig die eigenen Kompetenzen und bieten einzigartige Erfahrungen.
Geplante Fristen:
- Freiwilligenprojekte: 18. Februar 2026 / (fakultative Runde) 1. Oktober 2026
- Solidaritätsprojekte: 18. Februar 2026 / (fakultative Runde) 7. Mai 2026 / 1. Oktober 2026
Anträge auf Zuerkennung der Qualitätssiegel: 22. September 2026
Weitere Informationen zum ESK sowie zum Programmleitfaden 2026.
ESK Freiwilligen Teams
In Freiwilligenteams engagieren sich junge Menschen europaweit in einer Gruppe in gemeinnützigen Projekten und unterstützen den gesellschaftlichen Zusammenhalt Europas. Das Format richtet sich insbesondere an Jugendliche mit geringeren Chancen. Mehr Informationen zu den Freiwilligendiensten oder dem ESK Solidaritätsprojekten.
Onlineveranstaltung zum MFR ab 2028
Die Onlineveranstaltung „Der Umbau des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) ab 2028 – Auswirkungen auf soziale Träger“ mit Referentin Dr. Dragana von Kaphengst (BMAS) findet am Mittwoch – 21. Januar 2026 – 8.30 Uhr bis 9.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa to go“ der Caritas Baden-Württemberg statt.
Die EU-Kommission hat einen grundlegenden Umbau des Mehrjährigen Finanzrahmens ab 2028 angekündigt. Die geplanten Veränderungen betreffen nicht nur die Finanzarchitektur, sondern haben voraussichtlich auch spürbare Auswirkungen auf Förderstrukturen, Programme und die Handlungsspielräume gemeinnütziger und sozialer Träger. Zudem droht eine erhebliche Reduzierung der EU-Mittel für den Sozialbereich, insbesondere für den ESF, was direkte Konsequenzen für Projekte und Träger in Deutschland haben könnte.
Um frühzeitig ein besseres Verständnis über die Hintergründe, den Zeitplan und mögliche Folgen für die Sozialwirtschaft zu gewinnen, ist Frau Dr. von Kaphengst zu Gast. Als Expertin aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird sie den aktuellen Stand beschreiben und die Sicht des BMAS schildern.
Dr. Dragana von Kaphengst ist Referentin in der ESF-Verwaltungsbehörde im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Ihre Schwerpunkte liegen in der Steuerung des ESF-Plus-Bundesprogramms, in der Gestaltung und dem Monitoring der Indikatorik sowie in der Evaluation von ESF-Förderprogrammen.
„Europa to go“ ist ein offenes digitales Format zu Europathemen der Caritas Baden-Württemberg. Das Angebot richtet sich an alle Kolleginnen und Kollegen in der Caritas Baden-Württemberg, die sich mit EU-Themen und Förderprogrammen befassen bzw. daran interessiert sind. Angesichts der überregionalen Bedeutung des Themas besteht für diese Veranstaltung auch für KollegInnen aus anderen Verbänden die Gelegenheit der Teilnahme. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Rückfragen gerne an: Clemens Litterst – Kompetenzzentrum Europa der Caritas Baden-Württemberg (litterst@caritas-dicv-fr.de)
Der Europäische Sozialfonds 2028 – 2034: Rote Linien der Freien Wohlfahrtspflege für die Verhandlungen auf EU-Ebene
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland begrüßen alle Anstrengungen zur Vereinfachung und Effizienz-Steigerung der EU-Fonds. Notwendig sind u. a. Erleichterungen bei der Beantragung und Abrechnung der Förderanträge, z. B. durch ausreichend finanzierte Pauschalen für Overheadkosten. Während die vorgeschlagenen Regelungen z.B. zum Partnerschaftsprinzip und zur inhaltlichen Ausrichtung des ESF sehr begrüßenswert sind, dürfen auf EU-Ebene in den Verhandlungen vier rote Linien aus Sicht der Wohlfahrtsverbände nicht überschritten werden.
Hier geht’s direkt zum Dokument.
Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit: Stellungnahme „Zur Zukunft von Erasmus+ und ESK ab 2028 mit Fokus auf Jugendsozialarbeit“
Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit regiert mit dieser Stellungnahme auf die Pläne der EU-Kommission, den Mittelfristigen Finanzrahmen (MFR) der EU stark zu verändern. Der Kooperationsverbund betont die Bedeutung der Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps (ESK).
Die vollständige Stellungnahme findet sich hier.
Links zu weiteren Förderinformationen zur internationalen Jugend(sozial)arbeit
- Übersicht Fördermittel – Europa und internationale Jugendarbeit
- Internationale katholische Jugendarbeit
- Wissenswertes zu Fördermitteln



