Aktionsplan gegen Kinderarmut

Die Fraktion Die Linke fordert die Bundesregierung auf, „umgehend einen mehrjährigen und umfassenden Aktionsplan gegen Kinderarmut“ aufzulegen. Besondere Berücksichtigung sollen dabei Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Familien mit Migrationshintergrund finden. Die Armut von Kindern und Jugendlichen sei eines der „prägendsten und gravierendsten Probleme“ Deutschlands – so die Linken in ihrem Antrag. Laut Mikrozensus im Jahr 2015 ist die Armut der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren angestiegen (19,7 Prozent), im Jahr 2014 seien es noch 19 Prozent gewesen.

Die Linken schlagen vor, mit dem Aktionsplan eine Kindergrundsicherung einzuführen. Dazu sei das Kindergeld einheitlich auf 328 Euro zu erhöhen und im Gegenzug die Steuerfreibeträge zu streichen. Alle Kinder müssten gleich behandelt werden.

Zudem müssten die sozialen Grundsicherungssysteme wie Hartz IV „repressionsfrei und sanktionsfrei“ ausgestaltet werden. Die Regelbedarfe seien anzuheben: für Kinder vom siebten bis 13. Lebensjahr auf 366 Euro und für Kinder vom 14. bis 18. Lebensjahr auf 401 Euro. Ebenso soll der Kinderzuschlag erhöht werden.“

Den Antrag der Linken in vollem Textumfang entnehmen Sie dem Anhang.

Quelle: Heute im Bundestag

Dokumente: Antrag_Linke_-_Aktionsplan_gegen_Kinderarmut_-_1810628.pdf

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