Aktion Mensch: Erneutes Homeschooling birgt Gefahr für Schüler*innen mit Behinderung

Die Aktion Mensch warnt davor, dass Schülerinnen und Schüler mit Behinderung durch erneutes Homeschooling wegen hoher Infektionszahlen abgehängt werden. Die aktuelle Lage sei „eine Herausforderung, die viele Familien an ihre Belastungsgrenzen bringt und die bereits existierende Bildungsschere weiter vergrößert“, teilt Aktion Mensch mit.

Die aktuelle Fassung der Corona-Notbremse sieht eine Schließung aller Schulen ab einer anhaltenden 7-Tage-Inzidenz von über 165 vor. In zahlreichen Landkreisen und kreisfreien Städten wurde bereits der Wechsel in den Distanzunterricht beschlossen. Doch fehle die Struktur und der Plan, wie das Homeschooling für Kinder mit Behinderung umgesetzt werden könne.

„Kinder mit Behinderung werden in der Pandemie nicht mitgedacht, es fehlen inklusive Konzepte angefangen von barrierefreien Lernmitteln bis hin zur notwendigen Assistenz“, sagte Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch. Das hat zur Folge, dass die sonderpädagogische Förderung den Eltern überlassen wird und vom individuellen Engagement einzelner Lehrkräfte abhängt.

Quelle: Aktion Mensch; Bild: Aktion Mensch

Ähnliche Artikel

Das Bild zeigt einen dunkelbraunen Richterhammer, der vor einem geöffneten Buch zu sehen ist. Das Buch ist in seinem Querschnitt abgebildet. Der Hintergrund ist dunkelblau.

Kritik an geplanter Reform des SGB II

Der Bundestag berät in den ersten Wochen des Jahres 2026 den Umbau des Bürgergeldes in eine Grundsicherung. Die Bedingungen für Beziehende staatlicher Leistungen sollen verschärft

Zum Inhalt springen