Berufliche Bildung von Migranten in Deutschland

INTEGRATIONSREPORT Eine erfolgreiche Positionierung der Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für deren gesamtgesellschaftliche Integration. Die Chancen auf eine erfolgreiche Positionierung am Arbeitsmarkt steigen wiederum mit zunehmender beruflicher Qualifikation. Dies bedeutet, dass eine fundierte berufliche Ausbildung eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Positionierung am Arbeitsmarkt ist, welche wiederum eine eigenständige Lebensplanung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Dies bedeutet entsprechend auch, dass Personen ohne eine fundierte berufliche Ausbildung Gefahr laufen, in zentralen gesellschaftlichen Bereichen nur eingeschränkte Teilhabechancen zu haben. Das Arbeitspapier (Working Paper 22) einer Forschungsgruppe des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gibt anhand amtlicher Daten und des Mikrozensus einen Überblick über die beruflichen Qualifikationen von Zuwanderern im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung. Auszüge aus der Erhebung des BAMF „Berufliche und akademische Ausbildung von Migranten in Deutschland“: “ AUSLÄNDISCHE AUSZUBILDENDE IM DUALEN SYSTEM … Eine klassische Lehre (berufliche Ausbildung im Rahmen des dualen Systems) wird vor allem von den jungen deutschen Männern durchlaufen. Die Ausbildungsbeteiligung der jungen Ausländer, aber auch der jungen deutschen Frauen, fällt dagegen deutlich geringer aus. Am seltensten absolvieren die jungen ausländischen Frauen eine berufliche Ausbildung im Rahmen des dualen Systems. Weiterhin nimmt zwischen 2000 und 2006 sowohl bei den Deutschen als auch bei den Ausländern die Ausbildungsbeteiligung kontinuierlich ab, besonders deutlich bei den jungen deutschen Frauen. … Allgemein ist zu beachten, dass sich aufgrund des Staatsangehörigkeitskonzepts in der amtlichen Statistik die hier dargestellten Ergebnisse lediglich auf Ausländer, nicht aber auf die Gesamtheit der jungen Menschen mit Migrationshintergrund beziehen. Das heißt, die Ausbildungsbeteiligung von eingebürgerten Personen und Aussiedlern bzw. Spätaussiedlern kann nicht differenziert abgebildet werden. … Im Jahr 2006 waren in Deutschland insgesamt 1.570.615 Auszubildende (950.217 männliche und 620.398 weibliche) registriert. Der Ausländeranteil betrug bei den männlichen Auszubildenden 3,8 % (36.344 Auszubildende) und bei den weiblichen 4,7 % (29.357 Auszubildende). Berücksichtigt man, dass sich in der ausbildungsrelevanten Bevölkerungsgruppe der 15- bis 20-Jährigen der Ausländeranteil 2006 auf 9,6 Prozent belief, so wird deutlich, dass die jungen Ausländer im System der dualen Ausbildung deutlich unterrepräsentiert sind. … Die bei den ausländischen Auszubildenden größte Gruppe bilden dabei die Türken: 39,3 % der männlichen und 35,9 % der weiblichen ausländischen Auszubildenden verfügen über einen türkischen Pass. Die zweitgrößte Gruppe stellen die Italiener (männlich: 12,4 %, weiblich: 11,2 %) und die drittgrößte die griechischen Auszubildenden (männlich: 4,4 %, weiblich: 4,2 %). Weiterhin fällt auf, dass der Frauenanteil bei den ausländischen Auszubildenden etwas höher ist als bei den deutschen. Bei den polnischen und russischen Auszubildenden übertrifft der Anteil der weiblichen Auszubildenden sogar den der männlichen, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass bei diesen beiden Nationalitätengruppen der Frauenanteil auch in der 15- bis unter 25-jährigen Gesamtbevölkerung höher ist. Lediglich bei den Auszubildenden aus Serbien und Montenegro gestaltet sich die Geschlechterverteilung vergleichbar mit der bei den Deutschen. Ursächlich für den vergleichsweise geringen Frauenanteil bei den deutschen Auszubildenden könnte sein, dass junge deutsche Frauen verstärkt studieren oder eine vollzeitschulische berufliche Ausbildung absolvieren (an Schulen des Gesundheitswesens oder Berufsfachschulen). … Zwischen den Jahren 2000 und 2006 ist in Deutschland die Zahl aller männlichen Auszubildenden um 56.456 (-5,6 %) und die aller weiblichen sogar um 74.946 (-10,8 %) zurückgegangen. Die Anzahl der männlichen deutschen Auszubildenden ging um 35.649 (-3,8 %) und die der weiblichen um 64.526 (-9,8 %) zurück. Der Rückgang bei den ausländischen Auszubildenden ist anteilig deutlich stärker ausgeprägt: Bei den männlichen Auszubildenden ging die Zahl um 20.807 (-36,4 %) und bei den weiblichen um 10.420 (-26,2 %) zurück. Besonders deutlich ist der Rückgang bei den Auszubildenden aus Serbien und Montenegro (männlich: -79,6 %, weiblich: -78,4 %), gefolgt von den griechischen (männlich: -43,5 %, weiblich: -36,6 %) und den türkischen (männlich: -42,7 %, weiblich: -29,3 %) Auszubildenden. Eine deutliche Zunahme kann dagegen bei den Auszubildenden aus Bosnien und Herzegowina (männlich: +90,6 %, weiblich: +113,0 %) beobachtet werden. Darüber hinaus zeigt sich: Bei den deutschen Auszubildenden geht die Anzahl prozentual bei den Frauen stärker zurück als bei den Männern, bei den ausländischen geht sie dagegen bei den jungen Männern stärker zurück. … Allgemein sind fünf zentrale demografische, rechtliche sowie ausbildungsmarkt- und einstellungsbezogene Faktoren zu benennen, welche die Auszubildendenzahlen beeinflussen können: * Geburtenentwicklung … * Einbürgerungen Da im Rahmen der amtlichen Berufsbildungsstatistik nur die Staatsangehörigkeit der Berufsschüler erfasst wird, bedeutet dies, dass jene, die sich haben einbürgern lassen, in der Statistik als Deutsche und nicht mehr als Ausländer abgebildet werden. Steigen die Einbürgerungen vor allem junger Menschen an, so führt dies c.p. dazu, dass auch die Zahl der ausländischen Auszubildenden zurückgeht, während die Zahl der deutschen zunimmt. So haben sich allein in den Jahren 2005 und 2006 insgesamt 52.249 Ausländer im Alter von 15 bis unter 25 Jahren einbürgern lassen. Weiterhin ist zu beachten, dass durch die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts seit dem 1. Januar 2000 ein in Deutschland geborenes Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit zusätzlich zur Staatsangehörigkeit der Eltern ab der Geburt erhält … Aufgrund dieser Regelung erhielten von 2000 bis 2007 rund 306.000 von ausländischen Eltern in Deutschland geborene Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit. … * Wanderungen … * Konjunkturelle Entwicklung bzw. Nachfrage der Unternehmen nach Auszubildenden … * Änderung der Ausbildungsneigung Nimmt bei den Schulabgängern das Interesse an einer Ausbildung im dualen System ab, führt dies entsprechend dazu, dass auch die Zahl der Auszubildenden abnimmt. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Zahl der jungen Menschen mit einer Hochschulzugangsberechtigung in Kombination mit der Studienbereitschaft, sowie die Attraktivität vollzeitschulischer Berufsausbildungen. … Hinsichtlich der Attraktivität vollzeitschulischer Berufsausbildung wird im Rahmen des Bildungsberichts 2008 darauf hingewiesen, dass hier seit 2000 eine deutliche Expansionsdynamik zu beobachten ist. ENTWICKLUNG DER AUSBILDUNGSQUOTE … Der Ausbildung im dualen System kommt nach wie vor eine herausragende Bedeutung im deutschen Berufsbildungssystem zu. Betrachtet man jedoch die Ausbildungsbeteiligung der 18- bis unter 21-Jährigen in Deutschland, so zeigt sich, dass dies anscheinend vor allem für die männlichen Deutschen zutrifft. Während 2006 etwas mehr als zwei Drittel (67,5 %) der 18- bis unter 21-jährigen männlichen Deutschen eine berufliche Ausbildung im Rahmen des dualen Systems absolvierten, war es bei den gleichaltrigen deutschen Frauen nicht einmal die Hälfte (45,9 %). Noch deutlich weniger waren es jedoch bei den jungen Ausländern: Nur 28,8 % der 18- bis unter 21-jährigen männlichen und sogar nur 23,8 % der gleichaltrigen weiblichen Ausländer absolvierten 2006 eine berufliche Ausbildung im Rahmen des dualen Systems (Lehre). … Diese niedrigen Ausbildungsquoten bei den jungen Ausländern resultieren nicht aus einem geringen Interesse an einer betrieblichen Ausbildung. … Zwischen 2000 und 2006 ging die Ausbildungsquote sowohl bei den jungen Deutschen als auch bei den jungen Ausländern fast kontinuierlich zurück. Die einzige Ausnahme bilden die jungen ausländischen Frauen, bei denen die Quote in den Jahren 2001 und 2002 leicht anstieg, in den folgenden Jahren dann aber wieder zurück ging. Am deutlichsten ist der Rückgang bei den jungen deutschen Frauen ausgeprägt (minus 7,1 Prozentpunkte), am geringsten bei den jungen ausländischen Frauen (minus 2,2 Prozentpunkte). Sowohl bei den deutschen als auch bei den ausländischen jungen Männern nahm die Ausbildungsquote um sechs Prozentpunkte ab. Dies führt dazu, dass sich die Ausbildungsquoten der deutschen und der ausländischen Frauen leicht annähern, während der Unterschied zwischen den deutschen und ausländischen Männern stabil bleibt. … Die Ausbildungsquote der jungen deutschen Männer liegt durchgängig deutlich höher als bei den jungen Männern aller anderen Herkunftsgruppen. Vergleichsweise hohe Quoten zeigen sich bei den jungen Männern aus Kroatien (47,2 %) und aus Italien (44,4 %), doch auch hier absolviert nicht einmal die Hälfte der 18- bis unter 21-Jährigen eine berufliche Ausbildung im Rahmen des dualen Systems. Am seltensten trifft dies auf die jungen Männer aus Serbien und Montenegro zu, bei denen die Ausbildungsquote im Jahr 2006 nur 16,7 % beträgt. Doch auch nur knapp ein Fünftel der 18- bis unter 21-jährigen Polen absolvierte 2006 eine berufliche Ausbildung im Rahmen des dualen Systems. Die Quoten bei den restlichen Staatsangehörigkeiten liegen zwischen 28,6 % (Russische Föderation) und 37,2 % (Bosnien und Herzegowina) relativ nah bei einander. Während die Ausbildungsquote bei den jungen männlichen Italienern zwischen 2000 und 2004 nahezu konstant bleibt und erst seit 2004 ein leichter, aber kontinuierlicher Rückgang zu beobachten ist, nimmt sie bei den jungen Männern aus Griechenland seit 2001 kontinuierlich ab. Am deutlichsten sinkt die Ausbildungsquote jedoch bei den jungen Männern aus der Türkei (seit 2001) und aus Serbien und Montenegro (seit 2000, mit Unterbrechung 2004). Bei letzteren ist dabei zu beachten, dass der deutliche Anstieg der Quote im Jahr 2004 vermutlich primär auf die Bereinigung des Ausländerzentralregisters zurückzuführen ist. Das gilt auch für die Entwicklung bei den jungen Männern aus Polen. Bei beiden Gruppen nimmt die Ausbildungsquote im Jahr 2004 kurzzeitig zu, zwischen 2004 und 2005 setzt sich dann aber mit vergleichbarer Intensität der Abwärtstrend fort, der sich bereits zwischen 2000 und 2003 zeigte. … Bei den kroatischen Frauen ist im Jahr 2006 die Ausbildungsquote vergleichsweise hoch (41,5 %). Ebenfalls wie bei den Männern befindet sich dagegen nur ein sehr kleiner Anteil der 18- bis unter 21-jährigen Frauen aus Serbien und Montenegro (11,3 %) in einer beruflichen Ausbildung im Rahmen des dualen Systems. Die Ausbildungsquoten der restlichen Frauen bewegen sich zwischen diesen beiden Extremen, wobei drei Teilgruppen unterschieden werden können: 1.) Die Frauen aus Italien (35,2 %) sowie Bosnien und Herzegowina (32,7 %), von denen sich rund ein Drittel in einer beruflichen Ausbildung im Rahmen des dualen Systems befindet, 2.) die Frauen aus Griechenland (26,5 %), der Türkei und der Russischen Föderation (jeweils 25,4%), von denen rund ein Viertel eine klassische Lehre absolviert und 3.) die 18- bis unter 21-jährigen polnischen Frauen, von denen dies auf gut ein Fünftel zutrifft. Insgesamt sind bei den jungen Frauen die Unterschiede zwischen den Deutschen und den anderen Herkunftsgruppen deutlich geringer als bei den Männern. Zwischen 2000 und 2006 ist die Ausbildungsbeteiligung vor allem bei den Frauen aus Serbien und Montenegro zurückgegangen (-11,3 Prozentpunkte), aber auch bei den deutschen Frauen zeigt sich ein vergleichsweise deutlicher, und darüber hinaus auch kontinuierlicher Rückgang der Ausbildungsquote (-7,1 Prozentpunkte). … Weiterhin fällt auf, dass bei den Polen die Ausbildungsquote der Frauen geringfügig höher ist als die der Männer. Bei allen anderen Herkunftsgruppen ist sie dagegen bei den Männern höher, wobei der Unterschied zwischen den deutschen Männern und den deutschen Frauen mit Abstand am deutlichsten ausgeprägt ist, Tendenz steigend. Zunehmende Geschlechterunterschiede hinsichtlich der Ausbildungsbeteiligung zwischen 2000 und 2006 zeigen sich auch bei den Jugendlichen aus Italien, Bosnien und Herzegowina sowie der Russischen Föderation. Abnehmende Unterschiede sind dagegen bei jenen aus Griechenland, Polen, Kroatien, Serbien und Montenegro und der Türkei zu verzeichnen. Es ist jedoch zu beachten, dass hier nur ein Teilbereich der beruflichen Ausbildung betrachtet wird. Das heißt, aus den niedrigen Ausbildungsquoten bei den jungen Ausländern und allgemein bei den jungen Frauen lässt sich nicht einfach schließen, dass diese keine berufliche Ausbildung durchlaufen. Zu berücksichtigen sind hier zusätzlich noch die vollzeitschulischen und die akademischen Ausbildungen. Dabei spielen besonders die vollzeitschulischen Ausbildungen an Berufsfachschulen und den Schulen des Gesundheitswesens bei den jungen Frauen – speziell auch bei den deutschen – eine nicht zu vernachlässigende Rolle. AUSBILDUNGSBEREICHE Die männlichen Auszubildenden verteilen sich fast ausschließlich auf die Bereiche Industrie und Handel sowie Handwerk. 2006 absolvierten 94,0 % der männlichen deutschen und 97,8 % der männlichen ausländischen Auszubildenden ihre Ausbildung in diesen Bereichen. Zwischen den Jahren 2000 und 2006 verliert sowohl bei den deutschen als auch bei den ausländischen Auszubildenden der Bereich des Handwerks kontinuierlich an Bedeutung, während gleichzeitig Industrie und Handel an Gewicht gewinnen. Allerdings spielt das Handwerk als Ausbildungsbereich bei den männlichen ausländischen Auszubildenden eine größere Rolle als bei den deutschen. Während bei letzteren durchgängig ein größerer Anteil seine Ausbildung in Industrie und Handel absolviert, wurde bei den männlichen ausländischen Auszubildenden das Handwerk als wichtigster Ausbildungsbereich erst im Jahr 2002 abgelöst. … Auch bei den weiblichen Auszubildenden absolvieren eindeutig die meisten ihre berufliche Ausbildung in Industrie und Handel. Bei den deutschen jungen Frauen sind es im Jahr 2006 56,2 %, bei den ausländischen 44,2 %. Im Gegensatz zu den männlichen Auszubildenden spielen bei den weiblichen aber zusätzlich noch die Freien Berufe (zum Beispiel Medizinische Fachangestellte oder Rechtsanwaltsfachangestellte) als Ausbildungsbereich eine Rolle. Dies trifft vor allem auf die weiblichen ausländischen Auszubildenden zu: 29,1 % von ihnen absolvierten im Jahr 2006 in diesem Bereich ihre berufliche Ausbildung, und damit mehr als im Handwerk (23,3%). Bei den weiblichen deutschen Auszubildenden sind die Freien Berufe (18,5 %) und das Handwerk (17,5 %) dagegen von geringerer Bedeutung. … Die drei bei ausländischen Auszubildenden beliebtesten Ausbildungsberufe waren 2006 der des Friseurs/der Friseurin, gefolgt vom Kaufmann/der Kauffrau im Einzelhandel und dem/der Medizinischen Fachangestellten: 7,4 % der ausländischen Auszubildenden ließen sich zum Friseur/zur Friseurin, 7,0 % zum Kaufmann/zur Kauffrau im Einzelhandel und 5,3 % zur/zum Medizinischen Fachangestellten ausbilden. Dagegen wählten die deutschen Auszubildenden am häufigsten den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers/der Kraftfahrzeugmechatronikerin (4,8 %), des Kaufmanns/der Kauffrau im Einzelhandel (4,7 %) und des Bürokaufmanns/der Bürokauffrau (3,8 %) (siehe Anhang 2). Es wird ersichtlich, dass sich bei den jungen Ausländern bereits fast ein Fünftel (19,7 %) aller Auszubildenden auf die ersten drei beliebtesten Ausbildungsberufe konzentriert. Bei den deutschen Auszubildenden sind es dagegen nur 13,3 %. Addiert man die Anteile für die beliebtesten zehn Ausbildungsberufe, so zeigt sich, dass 2006 bereits 44,9 % der ausländischen Auszubildenden ihre berufliche Ausbildung in diesen Berufen absolvierten. Bei den deutschen Auszubildenden konzentrierten sich dagegen nur 32,3 % auf die zehn beliebtesten Ausbildungsberufe. Betrachtet man außerdem den Frauenanteil in den beliebtesten Ausbildungsberufen, so wird ersichtlich, dass die Konzentration auf einige wenige Berufe bei den Frauen stärker ausgeprägt ist als bei den Männern. So ist bei den deutschen Auszubildenden der Frauenanteil in fünf der zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe deutlich höher als der Männeranteil (Medizinische(r) Fachangestellte(r), Friseur/-in, Bürokaufmann/-frau, Verkäufer/-in und Industriekaufmann/-frau. Noch ausgeprägter ist dieser Effekt bei den ausländischen Auszubildenden zu finden. Hier ist der Frauenanteil in sieben der zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe deutlich höher als der Männeranteil (Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r), Medizinische(r) Fachangestellte(r), Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk, Friseur/-in, Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation, Bürokaufmann/-frau und Verkäufer/-in). Somit scheinen sich vor allem die weiblichen ausländischen Auszubildenden auf einige wenige Ausbildungsberufe zu konzentrieren. Zieht man in Betracht, dass 2006 insgesamt nur 4,2 % aller Auszubildenden Ausländer waren, so wird ersichtlich, dass diese in den Ausbildungsberufen Friseur/-in (12,2 %), Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r) (9,1 %), Medizinische(r) Fachangestellte(r) (8,5 %) sowie Verkäufer/-in (8,1 %) deutlich überrepräsentiert sind. Dabei ist zu beachten, dass diese Berufe tendenziell eher eine geringere formale Qualifikation voraussetzen und gleichzeitig nur eingeschränkte Aufstiegs- und Einkommensperspektiven bieten. … “ Das Arbeitspapier der Forschungsgruppe des BAMF, als fünfter Teil des Integrationsreports, entnehmen Sie in vollem Umfang dem Anhang oder aufgeführtem Link.

http://www.bamf.de
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Migration/Publikationen/Forschung/WorkingPapers/wp22-berufliche-ausbildung,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/wp22-berufliche-ausbildung.pdf

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Good Practice Center im BiBB

Dokumente: wp22_berufliche_ausbildung.pdf

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