Das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung wurde letzte Woche offiziell beendet. Leider wurde durch das Europäische Jahr nicht erreicht, dass sich die Wahrnehmung der Nöte und Ängste von Menschen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, entscheidend verändert hat, findet der Deutsche Caritasverband. Eine breite Debatte über Ursachen und Auswirkungen von Armut und die zur Bekämpfung notwendigen politischen Entscheidungen wurde nicht geführt. Doch dies wäre jenseits der Diskussion um die Regelsätze für Arbeitslosengeld II – Empfänger für eine wirksame Politik der Armutsbekämpfung eine entscheidende Voraussetzung.
Im vergangenen Jahr hat die EU in der Nachfolge der Lissabonstrategie die neue Strategie „EU 2020“ verabschiedet. Das Ziel ist, die Anzahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen in Europa um 20 Millionen zu verringern. Der Deutsche Caritasverband fordert einen ehrgeizigen Beitrag zur Armutsbekämpfung, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Alle gesellschaftlichen Akteure sind zu entsprechendem Handeln aufgefordert.
Die Bundesregierung will in diesem Zusammenhang die verfestigte Arbeitslosigkeit reduzieren. Dies kann nur gelingen, wenn das Bildungssystem Benachteiligte stärker fördert, Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Beruf besser begleitet und die Hilfen für Menschen in verfestigter Arbeitslosigkeit weitergeführt werden. “
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Quelle: DCV