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THEMA: Zuwanderung

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat die Lage von Flüchtlingen und anderen Migranten am deutschen Arbeitsmarkt analysiert. Die verfügbaren Daten sprechen dafür, dass die berufliche Qualifikation der Flüchtlinge deutlich geringer ist als bei anderen Ausländergruppen, im Bereich der schulischen Bildung ist das Gefälle geringer. Angesichts des geringen Durchschnittsalters – 55 Prozent der Flüchtlinge sind unter 25 Jahre – besteht jedoch ein erhebliches Potenzial, das durch Investitionen in Bildung und Ausbildung qualifiziert werden kann. Bei einem Zuzug von jeweils einer Million Flüchtlinge 2015 und 2016 ergäbe sich im Vergleich zu einem Szenario ohne Flüchtlingsmigration eine zusätzliche Arbeitslosigkeit von +130.000 Personen. Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass die Beschäftigungsquote von Flüchtlingen von unter zehn Prozent im Zuzugsjahr fünf Jahre nach dem Zuzug auf knapp 50 Prozent steigt.
Viele Menschen,die nach Deutschland einwandern (...) und einen formellen Berufsabschluss besitzen, (...) werden oft nur als An­- und Ungelernte beschäftigt. Um dem abzuhelfen, müssen ausländische Be­rufsabschlüsse stärker anerkannt und gegebenenfalls durch Nachqualifizie­ rungen ergänzt werden. Die Zahlen sind eindeutig: Von...
Die Broschüre "Freizügigkeitsmonitoring 2014" beinhaltet Tabellen, Diagramme, Karten und Erläuterungen zur Bevölkerungswanderung 2014. Berichtet wird über aktuelle Entwicklungen der Zu- und Fortzüge von Unionsbürgern nach bzw. von Deutschland. Neben der reinen Darstellung der nach den...
Die Auswahl junger Flüchtlinge bzw. junger Asylsuchender in Deutschland hat zugenommen. Im Jahr 2013 wurden 6.583 unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) von den Jugendämtern in Obhut genommen. Das sind 133% mehr als 2010. Ende des Jahres 2014 befanden sich rund 7.500 UMA in Obhut der Jugendämter. Circa 10.500 junge Menschen wurden in Anschlusshilfen betreut; insgesamt befanden sich 18.000 UMA in Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. In der Kommune, in der die Einreise festgestellt wird, ist das Jugendamt verpflichtet, die jungen Menschen in Obhut zu nehmen. Einige Kommunen sind durch die notwendigen Schutzmaßnahmen überlastet; sie stoßen an Kapazitätsgrenzen oder diese sind bereits Überschritten, so dass eine dem Kindeswohl entsprechende Unterbringung, Versorgung und Betreuung erheblich erschwert oder nicht mehr möglich ist. Ein neues Gesetz soll Abhilfe schaffen und eine Umverteilung der jungen Menschen auf weniger vom Flüchtlingsstrom betroffene Kommunen ermöglichen. Die kommunale Belastung soll gerechter verteilt werden. Außerdem soll das neue Gesetz klarstellen, dass ausländische Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten können.
Die Bundesregierung legte den Migrationsbericht 2013 vor. Der Bericht liefert jährlich einen Überblick über die Entwicklung der Zu- und Abwanderung. Alle Zuwanderungsgruppen werden einbezogen. Demnach ist ein neues Zuwanderungshoch zu verzeichnen. Die Zuwanderungszahl ist auf 1,23 Millionen Personen angestiegen, so hoch wie zuletzt 1993. Abzüglich der Fortzüge hat es einen Wanderungsgewinn von 430.000 Menschen gegeben. Auch die Zahl der Asylbewerber ist angestiegen. 2013 sind es 109.580 Erstanträge gewesen. 69,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die zugezogenen Personen zeichnen sich durch ein junges oder mittleres Alter aus. 61,7 Prozent der Migranten fallen in die Altersgruppe der 18- bis unter 40-Jährigen.

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