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THEMA: Jugendhilfe

Eine Besonderheit im Feld der systemischen Beratung bilden die Fragen: Schon präzise formulierte und ressourcenaktivierende Fragen sind oft hilfreiche Interventionen. Die Fortbildung der IN VIA Akademie bietet in kompakter Form das nötige Wissen rund um die richtige Fragetechnik ebenso wie praktische Übungen und Transfer auf den eigenen beruflichen Alltag. Eine...
Scham ist eine schmerzhafte, oft übersehene Emotion, die in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann. Zum Beispiel in der Schule und Jugendhilfe, wenn Kinder und Jugendliche sich ihrer Person, Herkunft oder für Fehler schämen. Unerkannte Schamgefühle können z.B. zu Depression, Rück- zug oder Sucht führen – oder in...
Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat für die Vodafone Stiftung zu gesellschaftlichen Ausgrenzugsprozessen geforscht: Während den meisten Jugendlichen der Übergang ins Erwachsenenalter gelingt, scheitern rund 20.000 junge Menschen daran. Die sogenannten "entkoppelten Jugendlichen" sind aus allen institutionellen Kontexten herausgefallen - sie sind weder in Schule, Ausbildung oder Arbeit, noch beziehen sie dauerhaft Sozialaleistungen. Die Studie zeigt auf, an welchen Stationen im Lebenslauf die Weichen häufig falsch gestellt werden und wie die Jugendhilfe dort verstärkt intervenieren könnte. Wenn die Jugendlichen einmal in den staatlichen Hilfestrukturen sind, sollten diese so unbürokratisch und effektiv wie möglich gestaltet werden. Für diese "entkoppelten Jugendlichen" sollten die Angebote gebündelt werden, so dass sie nicht mit zu vielen Ansprechpersonen und Antragsverfahren konfrontiert sind. Angesagt ist die Betreuung aus einer Hand, wobei ergänzend Sozial- und Berufspädagogen ebenso wie Pyschologen bereit stehen sollten. Diese Angebote erfordern einen niedrigschwelligen Zugang, eine individuelle Beratung und Begleitung - etwa in Form von Übergangslotsen. Die schwierige Datenlage zeigt auf, dass in Deutschland insgesamt großer Nachholbedarf an einer fundierten Sozialberichterstattung zu dieser Thematik besteht. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, insbesondere Finnland oder Dänemark hängt Deutschland hinterher.
Nore Jehles und Jens Pothmann haben für Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe die Statistik hinsichtlich der Inobhutnahmen ausgewertet: "Wenn das Statistische Bundesamt für das Jahr 2014 insgesamt 48.059 im Erhebungsjahr abgeschlossene lnobhutnahmen ausweist, so liegt das Fallzahlenvolumen rund 32% über dem...
Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung vom 18. bis 19. November 2015 wählte die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. einstimmig Lisi Maier zur neuen Vorsitzenden und damit erstmals seit 60 Jahren eine Frau an die Spitze. Die 31jährige Lisi Maier, ist hauptberuflich Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und zudem Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings.
Neben 10.000 zusätzlichen Stellen beim Bundesfreiwilligendienst, gibt es unter anderem 10 Mio. Euro mehr für das erfolgreiche Programm „Demokratie leben.“, mehr Geld für Sprachkurse und für die wertvolle Arbeit der Jugendmigrationsdienste. Die allgemeine Flüchtlingsberatung für die Wohlfahrtsverbände und die Engagementpolitik werden gestärkt, ebenso wie die Mehrgenerationenhäuser. ...
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. gibt Empfehlungen für die systematische Förderung junger Menschen am Übergang Schule – Beruf heraus. Arbeitsagenturen, Jobcenter und Träger der Jugendhilfe müssen besser kooperieren, damit Jugendliche nicht durch das System fallen. Der Deutsche Verein empfiehlt daher den Auf- bzw. Ausbau einer systematischen Zusammenarbeit der Arbeitsagenturen, Jobcenter und Träger der Jugendhilfe in möglichst allen Kommunen. Aufgezeigt werden Bedingungen für ein gutes Gelingen - ohne ein einheitliches Modell vorzugeben.

Ein Zusammenschluss von Organisationen und Verbänden positioniert sich zu Erasmus+ - dem EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Grundsätzlich begrüßen die Organisationen die Investitionsbereitschaft der EU im Jugend- und Bildungssektor. Dennoch werden Verbesserungen in den Programmteilen JUGEND IN AKTION und GRUNDTVIG angemahnt. Die Stellungnahme zielt auf die Zwischenevaluation der EU-Kommission ab. Die Verbände fordern u.a. weniger Dominanz des Arbeitsmarktbezugs, einen besseren Stellenwert des non-formalen Bildungsbereichs, eine Anpassung der Finanzierungspauschalen an die realen Kosten oder den Ausbau der Unterstützung für Menschen mit Behinderungen und Jugendliche mit sozialer Benachteiligung.
Shell legt die 17. Jugendstudie vor: Die junge Generation stellt hohe Ansprüche an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, will die Gesellschaft aktiv mitgestalten und ist Zuwanderern gegenüber offen eingestellt. Das ist das positive Bild, das die Studie zeichnet. Laut der Studie ist der Anteil der jungen Menschen zwischen 12 und 25 Jahren, die sich für Politik interessieren, auf 41 Prozent gestiegen. Besonders wichtig ist ihnen die Meinungsfreiheit, das Recht zu wählen und die Möglichkeit, sich in Entscheidungen einzubringen. 83 Prozent der befragten Jugendlichen wünschen sich, dass die Belange ihrer Generation in der Politik stärker Berücksichtigung finden. Außerdem ist die junge Generation offener für Zuwanderung. Insgesamt blicken 61 Prozent optimistisch in die persönliche Zukunft, das sind noch einmal mehr als in den Jahren 2010 und 2006. Die Zuversicht der Jugendlichen aus sozial schwachen Schichten hingegen stagniert. Rund 15 Prozent der jungen Menschen in Deutschland zählen sich zu den "Abgehagten" und sehen keinerlei Perspektive für sich. Jugendliche, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen mussten, haben deutlich schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden und danach eine geregelte Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Auch Jugendliche, die bereits einen Schulabschluss erlangt haben, sehen Risiken. Aktuell erwarten fast drei Viertel, ihre Berufswünsche verwirklichen zu können – ein gutes Viertel aber eben nicht.
"Auch wenn Sie in den öffentlichen Debatten derzeit keine Rollen spielen und gerne behauptet wird, das Problem sei nicht so groß, es gibt sie, die Straßenjugendlichen. Ihr Hauptsozialisationspunkt ist die Straße. Die genaue Anzahl ist unbekannt. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) schätzt die Zahl der entkoppelten Jugendlichen zwischen 75.000 und 84.000. Die BAG Wohnungslosenhilfe schätzt den Anteil der Kinder und Jugendlichen an allen Wohnungslosen in Deutschland auf 32.000 (von insgesamt 252.000). Einige von ihnen haben bereits Erfahrungen mit Jugendhilfeeinrichtungen hinter sich, deren Angebote sie zum Teil als unflexibel und nicht auf ihren tatsächlichen Bedarf ausgerichtet empfunden haben. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AFJ) rückt diese Jugendlichen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mit der Publikation FORUM Jugendhilfe greift die AGJ das Thema Straßenjugendliche in unterschiedlichen Facetten auf, bietet Einblick zum wissenschaftlichen Forschungsstand und informiert über die Arbeit verschiedener Organisationen mit den jungen Menschen.

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