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THEMA: berufliche Bildung

Bereits seit vielen Jahren kooperieren die großen Fachverbände Bundesverband BVkE, BAG EJSA und EREV eng miteinander. Seit 2012 sind auch die BAG KJS und der EFAS mit dabei. In sieben Fachveranstaltungen haben die Fachverbände einem interessierten Publikum zahlreiche Vorträge, Best Practice-Modelle und Raum für Diskussionen geboten. Insbesondere in...
Welche Ausbildungsberufe verzeichneten im Jahr 2012 die stärkste Nachfrage? Wie entwickelten sich die Zahlen in neuen Ausbildungsberufen oder dualen Studiengängen? In welchen Ausbildungsberufen haben Schulabgänger/-innen ohne Hauptschulabschluss am häufigsten einen Ausbildungsvertrag geschlossen? Daten und Analysen zu diesen und vielen anderen Fragen rund um die berufliche Aus- und Weiterbildung...
Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit legt eine Stellungnahme zum neuen BvB-Pro Fachkonzept vor: Das neue Fachkonzept hält nicht das, was versprochen wurde, so die erste Bilanz. Bisher gelingt es nur in geringem Maße, Förderangebote für junge Menschen durch berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) mit produktionsorientiertem (Pro) Ansatz bereitzustellen. Die Umsetzung erfolgte bisher nur vereinzelt und eher schleppend. Produktionsschulen und Jugendwerkstätten konnten – entgegen der eigentlichen Zielsetzung – von dem Konzept kaum profitieren. Damit betriebsorientierte Lernkonzepte erfolgreich realisiert werden können, bedarf es einer rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit und neuer Finanzierungsregelungen.
Das duale System ist als Erfolgsmodell der beruflichen Bildung international gefragt. Um die internationale Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung künftig zu bündeln und weiter zu stärken, wurde eine Zentralstelle für Deutschland eingerichtet. Diese ist angesiedelt beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). " In...
Vor allem Schüler/-innen in Haupt- und Förderschulen benötigen Orientierung und Beratung bei ihrer Berufsfindung. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die Schüler/-innen bei ihrem Berufsorientierungsprozess begleiten und sie beim Übergang in eine Ausbildung unterstützen. IN VIA Deutschland hat deshalb das...
Die europäische Zusammenarbeit in der Berufsbildung hat erheblich an Dynamik gewonnen. Die Zahl der bildungspolitisch relevanten Initiativen, Instrumente und Förderprogramme hat stark zugenommen. Da ist es wichtig, den Überblick zu behalten und zu verstehen, worum es geht. Der Zentralverband des Deutschen Deutschen Handwerks (ZHD) informiert in einem Glossar...
GRÜNE, LINKE und SPD haben jeweils eigene Anträge zur Reform der beruflichen Bildung ins Parlament eingebracht: Nur zwei Drittel der Bewerber erhalten im ersten Jahr ihrer Suche einen Ausbildungsvertrag, die anderen bleiben zunächst im sogenannten Übergangssystem hängen. Im Jahr 2012 fanden rund 266.700 junge Menschen nach der allgemeinbildenden Schule keinen Lehrplatz, sondern verbrachten wertvolle Lebenszeit in „Bildungsgängen“, Praktika und anderen Einstiegsangeboten, schreiben die Grünen in ihrem Antrag „Bildungschancen im Lebensverlauf verbessern - Berufliche Ausbildung Stärken“. Die Bundesregierung vermittle hingegen ein positives Bild vom Ausbildungsmarkt und seinem System an sich. Auch wenn sich die berufliche Bildung in Deutschland gerade in Zeiten der Finanzkrise als Stabilisator und Innovationstreiber der deutschen Wirtschaft erwiesen habe, sei es eine „inakzeptable wie illusorische Strategie, die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland allein auf Kosten der notleidenden EU-Mitgliedstaaten betreiben zu können“, schreibt die SPD in ihrem Antrag „Betriebliche Ausbildung weiter denken - Qualität erhöhen, Gleichwertigkeit durch einen attraktiven Dualen Bildungsweg herstellen“. Auch wenn die krisengeschüttelten südeuropäischen Staaten Solidarität und Unterstützung verdienten, müsse in Deutschland die berufliche Ausbildung weiter reformiert werden. „Das Recht auf Ausbildung umsetzen – Berufliche Perspektiven für alle garantieren“. Die in Deutschland offiziell angegebene Jugendarbeitslosigkeit verschleiere den hohen Handlungsbedarf. Der Berufsbildungsbericht 2013 zeige, dass lediglich 66,9 Prozent aller ausbildungsinteressierten Jugendlichen einen Ausbildungsplatz erhalten hätte. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge erreiche mit 551.271 den zweitniedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Nur noch 21,7 Prozent aller Betriebe bildeten aus.
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat Betriebsbefragung ausgewertet: Knapp die Hälfte aller Betriebe (45,9 %) in Deutschland geht davon aus, dass die Besetzung von Arbeitsstellen mit qualifiziertem Fachpersonal in den kommenden Jahren schwieriger wird. Aus diesem Grund könnte sich etwa jeder fünfte Betrieb vorstellen, jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss nachträglich eine berufliche Qualifizierung zu ermöglichen. Auf alle Unternehmen hochgerechnet wären somit mehr als 300.000 Betriebe bereit, bei entsprechenden Rekrutierungsproblemen junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren und ohne abgeschlossene Berufsausbildung aufzunehmen. Dies zeigen Ergebnisse einer repräsentativen Betriebsbefragung des BIBB im Rahmen des "BIBB-Qualifizierungspanels". Besonders hoch ist die Bereitschaft für die Aufnahme junger Erwachsener ohne berufliche Ausbildung bei Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten. Rund 40 % dieser Unternehmen, die insbesondere auf ihre Ausbildungserfahrungen aufbauen können, würde die Nachqualifizierung junger Erwachsener als Strategie nutzen, um Rekrutierungsproblemen entgegenzuwirken.
Auch wenn es einem wiederkehrendem Ritual gleicht: Die Bundesregierung lobt mit der Veröffentlichung des Berufsbildungsberichts die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Organisationen der Jugendsozialarbeit beklagen mit kritischem Blick auf die Zahlen eine Ungerechtigkeit und mangelnde Chancen für benachteiligte Jugendliche. Aber Fakt ist, trotz unbesetzter Ausbildungsstellen finden nicht alle Jugendlichen, die eine betriebliche Ausbildung anstreben, einen Ausbildungsplatz. Auch wenn Betriebe angesichts des Fachkräftemangels zunehmend vermeintlich schwächeren Jugendlichen eine Chance geben wollen, finden noch immer rund 270.000 junge Menschen nach der Schule keine Ausbildungsstelle. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sieht deutlichen Verbesserungsbedarf bei der Unterstützung von Jugendlichen und der Umsetzung eines Rechts auf Ausbildung.
Bundesregierung legt Berufsbildungsbericht 2013 vor. Dieser bezieht sich in seiner Bilanz auf das Ausbildungsjahr 2012. Erneut standen angeblich mehr Ausbildungsstellen zur Verfügung als Bewerberinnen und Bewerber. Zugleich stieg der Fachkräftemangel. Die Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Industrie- und Handelskammertag prognostizieren, dass sich die positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt fortsetzen wird. Um weiter jedem Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten, wollen Bundesregierung und Wirtschaft den "Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs" bis 2014 fortsetzen. Was für die Jugendlichen erfreulich sei, mache den Betrieben zunehmend Sorgen. Bis 2030 würde die Altersgruppe junger Menschen zwischen 17 und 25 Jahren um rund ein Fünftel schrumpfen. Parallel hält der Trend zu höheren Schulabschlüssen an. Die Konkurrenz zwischen dualer Ausbildung und Hochschulbildung nimmt zu. Mehr als ein Drittel der Betriebe konnte eine oder mehrere Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dennoch gibt es nach wie vor zu viele Bewerberinnen und Bewerber, denen der Übergang von der Schule in die Ausbildung nicht sofort gelingt. Schülerinnen und Schüler haben Defizite in Lesen, Schreiben und Rechnen. Auch diese Jugendlichen werden gebraucht, damit es in Zukunft genügend Fachkräfte gibt. Zum Beispiel mit dem Programm "Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss", fördert die Bundesregierung , dass sich lerngefährdeter Schülerinnen und Schüler beruflich orientieren können und die Ausbildungsreife erlangen.

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